Aus für Grundschule Mühltroff besiegelt

Das Aus für die Grundschule Mühltroff ist besiegelt: Der Schulverband "Rosenbach" hat am Mittwoch Abend zugestimmt.

Mühltroff/Mehltheuer - Die sechs Rosenbacher Schulräte votierten im Sinne des Sächsischen Kultusministeriums, die vier Mühltroffer Vertreter stimmten dagegen: Damit ist der Weg frei, die Grundschule zum 31. Juli zu schließen. Rosenbachs Bürgermeister Achim Schulz und eigentlich alle Schulräte bedauern die Entscheidung - aber Mut und vor allem Geld fehlen, gegen das mächtige Ministerium zu klagen.

Selbst wenn jetzt noch neue Abc-Schützen vom Himmel fielen, bliebe das Ministerium bei seiner Entscheidung, die vogtländische Bildungseinrichtung zu schließen. Auch das wurde am Mittwoch in der Verbandsversammlung gesagt. Und die Schülerzahlen sind das Kernproblem in Mühltroff - seit vielen Jahren: Gegenwärtig lernen noch zwei Klassen an der Schule: die zweite und die vierte Klasse. Für die erste und dritte Klasse hatte es in der Vergangenheit nicht genug Schüler gegeben. Und auch jetzt gibt es Probleme mit den neuen Abc-Schützen: Dresden erkennt nur 13 Anmeldungen an - 15 wären für eine Klasse nötig. (Den Eltern der neuen Erstklässler ist es nun freigestellt, ob sie ihre Kinder in Mehltheuer oder Pausa anmelden.)

Die Problem Schließung hatte bereits in der Ortschaftsratssitzung von Mühltroff, Kornbach und Langenbach am Dienstagabend eine wesentliche Rolle gespielt. Thomas Hohl wehrte sich vehement dagegen, die Schule aufzugeben; er sprach von einer verfehlten sächsischen Schulpolitik. Er hätte sich gewünscht, dass der Schulverband aufbegehrt. Es sei falsch, immer alles hinzunehmen und er verwies darauf, dass es bereits Pläne gäbe, auch die noch vorhandenen Schulen im Territorium zu schließen und die Schulbildung für das Mühlenviertel ganz nach Plauen zu verlagern. "Es erstaunt mich, wie gering das Interesse der Eltern am Problem ist, denn sonst müssten die ja hier sein", beklagte er deren Fehlen. jpk