Auktionator greift zum Fleischklopfer

Wenn Siegmar Schmutzler zum Fleischklopfer greift, werden Fundsachen versteigert im Rathaus zu Reichenbach.

Reichenbach - Samstags werden bei Schmutzlers in Reichenbach eigentlich die Schnitzel geklopft. Das fällt diesmal aus. Gabi Schmutzlers Haushaltsgerät, der Fleischklopfer "hat einen Termin im Rathaus". Seit Jahren macht es Siegmar Schmutzler Spaß, mit dem Fleischklopfer Fundsachen zu versteigern. Der Mitarbeiter der Stadt Reichenbach wundert sich indes über nichts mehr, was Menschen so alles verlieren oder vergessen. "Vom Amreif bis zum Zahnuhrenwerk" reichen die seltsamsten und kuriosen Dinge, die er im Laufe seiner Dienstzeit im städtischen Fundbüro gesehen hat. Auch diesmal kamen über 50 Fundstücke zusammen.

Schmuck und Smartphones führen die Hitliste an, erklärte Siegmar Schmutzler. Auch Regenschirme kommen fast täglich im Fundbüro an. Ebenso Handys und Kameras. Drei fast nagelneue Fahrräder kamen unter den Fleischklopfer, zwei alte Uhrenwerke, Kleidung, Schirme, Schmuckstücke, neue Schuhe, Spielzeug, Sportkleidung samt Sporttasche. Der Startpreis lag bei fünfzig Cent. Familie Grund ersteigerte zwei Fahrräder, Schmuck und Regenschirme.

Begehrt war ein fast neues iPad samt Hülle. Rätselhaft, wer so was liegen lässt oder verliert. Startpreis lag bei 10 Euro. Es wurde mit Nintendo und CD-Rom Spiel versteigert für 50 Euro. Die Versteigerung erfolgt ohne Prüfung auf Funktionalität und erbrachte eine Summe von 116,50 Euro. Der Betrag kommt auf ein Fundsachen-Konto und wird dort solang verwahrt, bis die drei Jahre rum sind. Anschließend wird die Summe an Vereine gespendet. Fundsachen, die nicht versteigert wurden, werden an Vereine gespendet. Ein Fahrrad geht diesmal an den Verein "Be Human e.V.". vub