Aufträge für den Hochwasserschutz in Neuensalz

Rabenbach, Lohbach und Schafwiesenbach: Der Gemeinderat von Neuensalz hat die ersten Ingenieurleistungen beschlossen.

Neuensalz - Vor der Sommerpause war dieser Beschluss vertagt worden: Die Kosten von 20.000 Euro erschienen den Räten zu hoch. Ralf Harlaß vom Ingenieurbüro Pfaff erklärte jetzt die Zusammenhänge: Das Hochwasser 2013 hatte, wie bereits die der Jahre zuvor, große Schäden rund um den Rabenbach hinterlassen.

Das genannte Ingenieurbüro hatte kurzfristig die Beseitigung der Schäden geplant und beaufsichtigt. Diese waren mit Fördermitteln bezahlt worden. Bei der Bachlaufbegehung mit Verantwortlichen aus der Gemeinde wurde festgestellt, dass an den Bächen Rabenbach, Lohbach und Schafwiesenbach in den Orten Neuensalz, Mechelgrün und Zobes genügend Unzulänglichkeiten bestehen. Laut Harlaß muss sich die Gemeinde um die Unterhaltung der Gewässer kümmern.

Die "flussgebietsbezogene Hochwasserschutzkonzeption" beinhaltet die Einbeziehung von Seitenbächen und Einzugsgebieten. Es werden Analysen durchgeführt. Dazu gehören der Ist-Zustand und eventuelle Vermessungen, die Erarbeitung einer Historie und der aktuelle Zustand. Wasserstände müssen dokumentiert werden und das Gefährdungspotential ermittelt. Anschließend werden Gefährdungskarten erstellt. Die Analyse könne durchaus bis zu zehn Jahren dauern, bis mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Holger Kempf (IG Freiwillige Feuerwehren) gab zu bedenken, dass es ein sehr langer Zeitraum sei und er nicht wisse, wie er das seinen Wählern erklären soll. Der Ingenieur erklärte, dass nicht die Analyse so lange daure, sondern die einzelnen Verfahren.

Es müsse mit Privatpersonen verhandelt werden, die Behörden müssen ihre Einlassungen machen, erst dann könne man Fördermittel beantragen. Die Neuensalzer Gemeinderäte erfuhren, dass die 20.000 Euro nur für die Planungskosten der Konzeption durch das Ingenieurbüro sei. Es wurde gefragt, ob die Summe gleich in einem Jahr sein müsse. "Wir können uns das eigentlich gar nicht leisten." Laut Harlaß kann man mehreren Abschnitten arbeiten und bezahlen. Die beschlossen, auf Vorschlag der Bürgermeisterin Carmen Künzel, für 2015 nur 5.000 Euro Haushaltsansatz. Die restlichen Kosten würden auf mehrere Jahre verteilt. ker