Auf zur Olympiade der Retter

Plauen - Unter dem Motto "Gemeinschaft macht stark" findet am 13. Juni der Bundeswettkampf der Johanniter Unfall-Hilfe in Leipzig statt. Mit anderen Worten eine ,,Olympiade der Retter" an der in diesem Jahr erstmalig auch zwei Plauener Teams teilnehmen. Durch den ersten Platz beim jährlichen Landeswettbewerb, qualifizierten sie sich und freuen sich nun auf die neue Herausforderung. Zwei Mannschaften übten deshalb kürzlich auf dem Gelände der Johanniter an der Siegener Straße, um gut vorbereitet zu sein.

Alle Teilnehmer müssen einen schriftlichen Test absolvieren, der abgestimmt ist auf das Ausbildungs- und Altersniveau. Im Diagnose- und Praxistest werden verschiedene Krankheitsbilder - gespielt durch Mimen - vorgestellt. Hier müssen die Teams Maßnahmen gemäß ihrer Qualifizierung ergreifen. Die Retter werden durch Schiedsrichter, die an allen Stationen platziert sind, bewertet. Dabei gibt es unterschiedlichste Situationen, wie zum Beispiel ein Fahrradzusammenstoß, ein akuter Herzinfarkt, Polytrauma oder Verbrennungen, um nur einige zu nennen. Eine Herz-Lungen-Wiederbelebungsstation testet die Teilnehmer in ihrem Können auch für diesen Ernstfall.

Bis zu sieben verschiedene Hindernisse sind beim Tragetest mit dem zu absolvierenden Parcours aufgebaut. Dieser ist zwischen 50 und 100 Meter lang und mit Gewichten (bis zu 70 Kilogramm auf einer Trage) in einer bestimmten Zeit zu durchlaufen. Auf der Trage ist eine spezielle Aufhängung angebracht, daran befindet sich eine Schüssel mit Wasser, die nach Beendigung des Parcours auf Wasserverlust geprüft wird. Diese Messung und die benötigte Zeit bestimmen den Erfolg des Parcours.

Eine große Menge von Dingen, die von den meist ehrenamtlichen Mitarbeiten der Teams abgefordert werden. Beim Training wurde hauptsächlich das Zusammenspiel geübt, um sicher zu gehen, dass alle Handgriffe sitzen.

Seit etwa 1991 etablierte sich die Johanniter Unfall-Hilfe immer mehr. Bundesweit gibt es über 180 Rettungswachen. Um überall ein Eintreffen innerhalb von zehn Minuten gewährleisten zu können, wurde 2003 das neue Gebäude an der Siegener Straße errichtet.

Ein breites Spektrum zählt zu den täglichen Aufgaben der Johanniter Unfall-Hilfe. Außer dem Katastrophenschutz, den Rettungs- und Sanitätsdiensten gehören auch Betreuung, Pflege, Fahrdienste, Sozialstationen, Jugendarbeit, Kindergärten und vieles mehr dazu. Männer und Frauen engagieren sich gleichermaßen. Weitere Informationen im Internet unter: K www.johanniter.de     Stephanie Rössel