Auf der Flucht vor der Flut

In Lebensgefahr gebracht hat sich diese Frau, die am Dienstag in Stöckigt durch den überschwemmten Ort läuft. Von den Wassermassen überrascht infolge eines Starkregens waren besonders die Orte im Oberen Vogtland, Ortsteile von Weischlitz und der Plauener Ortsteil Altchrieschwitz betroffen. Insgesamt rückten vogtländische Feuerwehren zu 150 Einsätzen aus. Schwerpunkt war in Plauen das Gebiet um den Friesenbach in Alt-Chrieschwitz und um den Gondelteich in Großfriesen. "Sowohl die Straße von Chrieschwitz nach Möschwitz als auch die Voigtsgrüner Senke Richtung Autobahn waren überschwemmt und mussten gesperrt werden", so Bürgermeisterin Kerstin Wolf, die selbst vor Ort war. Anwohner berichten, dass sie derartige Wassermassen innerhalb kürzester Zeit in Alt-Chrieschwitz noch nicht erlebt haben. Zahlreiche Häuser waren überschwemmt, Sandsäcke wurden aufgetürmt, das THW war mit starken Pumpen vor Ort und hat die Wassermassen abgepumpt. Anwohner in der Langenberggasse in Alt-Chrieschwitz mussten evakuiert werden. Gegen 2 Uhr morgens hatte sich die Lage entspannt: "Es war entscheidend, dass die Niederschläge in der Nacht nachgelassen, später sogar aufgehört haben", so der Chef der Plauener Berufsfeuerwehr, Jörg Pöcker. Fachleute sind am Folgetag vor Ort und suchen nach den Ursachen, warum die Hochwasserschutzmaßnahmen nicht ausreichten. Erst wenn diese feststehen, könne man weiter handeln, so Wolf. Foto: Blst