Auerbacher Jazzclub beendet Bluesherbst

Auerbach - "Das war Musik, wie wir sie hören wollen!" Mit diesem Fazit beendete Ulli Morgner, der Chef des Auerbacher Jazzclubs, den diesjährigen Bluesherbst in der Drei-Türme-Stadt.

 

Hochkarätige Konzerte in Folge ließen die Herzen der Jazzer in den letzten Wochen höher schlagen. Vor allem Aman Düül II und Boo Boo Davis punkteten. Zum absoluten Höhepunkt wurde aber das Abschlusskonzert am Samstag mit der Kiki-Band aus Japan. "Da haben wir gemerkt, dass man immer noch einen draufsetzten kann. Die Kiki-Band war voll unser Ding", freute sich Ulli Morgner.

Aufatmen gab es auch in der Göltzschtalgalerie, dem traditionellen Austragungsort des Auerbacher Jazzherbstes. Immerhin war der technische Aufwand für die Kiki-Band enorm. "Wir haben noch nie einen so gewaltigen Bassbooster auf unserer Bühne stehen gehabt", so Galerie-Hausherrin Romy Koglin. Zwei mal zwei Meter, die große Lautsprecherbox für die tiefen Töne beherrschte das Bühnenbild und ließ den Saal buchstäblich erbeben.

Die Kiki-Band verließ sich aber nicht nur auf die Technik sondern verstand zu spielen. Drei Japaner und ein Ami boten einen cleveren Mix aus Jazz, Rock, ethnischen Klängen und sogar arabischen Melodien. Frontmann und Kiki-Chef Kazutoki Umezu überzeugte mit seinem Saxofon und ließ mit der Klarinette die berühmte Gänsehaut über die Zuschauer laufen. In der Mixtur mit dem genialen Elektro-Bass von Takeharu Hayakawa, den bärenstarken Trommelschlägen von Ami-Drummer Joe Trumo und der Rhythmusgitarre von Natsuki Kido ergab das Ganze einen Hammersound.

 

Die rund einhundert Zuhörer spürten körperlich den Druck der Bässe und nutzten die zwei Konzertstunden zum kurzen Entschwinden aus dem täglichen Stress. "Mit dieser Musik kann ich meine Alltagsprobleme vergessen. Schon allein dafür lohnt sich der Eintrittspreis", so der Auerbacher Jazz-Freund Merry Böhm.