Auerbacher Göltzschtalumgehung kostet 36,3 Millionen Euro für 10,4 Kilometer Trasse

Während Roland Werner, Staatssekretär im Wirtschafts- und Verkehrsministerium, die millionenschwere Finanzierung zusicherte, erläuterte Steffi Schön, Leiterin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr Plauen, den Trassenverlauf. Im Zentrum des ersten Abschnittes steht der Knotenpunkt am Gewerbepark "Göltzschtal" (Kaufland) - direkt auf dem "Grenzland" zwischen Auerbach und Rodewisch.

In dem Knoten treffen der Verlauf der neuen Bundesstraße 169 und die neue Staatsstraße S 299 (Eicher Spange) zusammen. Inbegriffen in den ersten Abschnitt ist auch der Lückenschluss zwischen S 299 (Spange) und der S 278 bei Schreiersgrün (Alte Plattenstraße). Steht das Verbindungsstück, ist zumindest für die Auerbacher ein nahtloser schneller Transit zur Autobahn 72 bei Treuen gegeben.

Schon mit der Fertigstellung der Treuener Umgehungsstraße, die auf die Eicher Spange aufbindet, merke man deutlich, wie sich die Fahrzeiten zur A 72 verkürzten, so Auerbachs Oberbürgermeister Manfred Deckert. "Die Menschen aus der Peripherie sollen noch schneller in die Zentren kommen", so sein Wunsch nach reibungslosem Bauablauf.

Der erste Bauabschnitt kostet rund vier Millionen Euro und hat eine Länge von 1,1 Kilometern. Mitte 2014 soll er abgeschlossen sein. Vom Knotenpunkt aus verläuft die Strecke in Richtung Industriegebiet West in Auerbach/Rebesgrün. Dort wird die Umgehung in einem späteren Bauabschnitt auf die bereits vorhandene Industriegebiets-Straße aufbinden und über die Richardshöhe, vorbei am Auerbacher Flugplatz und dem Ortsteil Dorfstadt bis nach Falkenstein/Siebenhitz führen. In nördlicher Richtung verläuft die Umgehung vom Knoten aus nach Rodewisch und bindet auf die B 169 auf. Insgesamt misst die Umgehung 10,4 Kilometer - die Kosten werden auf 36,3 Millionen Euro veranschlagt.

Acht Knotenpunkte, die Göltzschtalumgehung und Eicher Spange verbinden, hat die Strecke insgesamt. Das Jahr 2017 benennt Steffi Schön als mögliches Bauende. Mit der schnelleren Erreichbarkeit der Autobahn werde man Lebensqualität und Wirtschaftswachstum in der Region zwischen Falkenstein und Rodewisch erhöhen können, so Staatssekretär Werner. Rund 70 Millionen Euro werden insgesamt verbaut: 15 Millionen kostete bereits das Anschlussstück bei Treuen, 19 Millionen kommt die "Eicher Spange", über 36 Millionen die Umgehung selbst.