Auerbacher Cheerleader - Generalprobe vor WM

Ende April gibt es eine Weltmeisterschaft mit vogtländischer Beteiligung - im Cheerleading. Das Jugendteam des Auerbacher Cheerleadingvereins (Cheermania) tritt dabei für Deutschland an. Warum auch nicht ? Schließlich sind die Auerbacher amtierender Deutscher Meister.

Derzeit laufen bei den Göltzschtalstädtern die letzten Vorbereitungen - sowohl im sportlichen als auch im organisatorischen Bereich für den Auftritt am anderen Ufer des "Großen Teiches" - im wahrscheinlich sonnigen Orlando in Florida. Gutes Wetter brauchen die Auerbacher auch, denn trainiert wird nicht nur im Vogtland, sondern auch vor Ort - vermutlich im Freien. "In Orlando eine Turnhalle mieten, das lassen die Finanzen nicht zu", so Vereinsvorsitzende Romy Möbius.

Am 23. April in den Mittagsstunden startet der Flieger in München mit der Auerbacher Delegation an Bord - über Philadelphia geht es dann weiter nach Orlando. Auf dem Weg zur Weltmeisterschaft nach Florida waren die Auerbacher bereits vor zwei Jahren - weit gekommen sind sie damals allerdings nicht. Ein isländischer Vulkan rumorte und legte den Flugverkehr über den Atlantik lahm. Der Traum von der Weltmeisterschaftsteilnahme war geplatzt. Ein Sprichwort lautet aber bekanntlich "aufgeschoben ist nicht aufgehoben" - und jetzt sind die Auerbacher wieder am Start.

26 Aktive, zwei Betreuer und 22 Fans machen sich auf dem Weg nach Orlando. Am Freitag, 27. April, haben die Auerbacher ihren großen zweieinhalbminütigen Auftritt. Ein Mangel an Konkurrenten gibt es dabei nicht. "24 Teams haben sich angemeldet, vor zwei Jahren waren es gerade mal acht", so Romy Möbius. Das große Teilnehmerfeld sorgt für noch etwas mehr Bauchkribbeln, "schließlich geht es für uns darum, internationale Erfahrung zu sammeln, vordere Platzierungen seien illusorisch, aber Letzter wollen wir auch nicht werden", so Möbius.

Favorisiert sind die Gastgeber und Teams aus den asiatischen Ländern, wo Cheerleading einen viel höheren Stellenwert hat als hierzulande. Die Choreographie des Programms steht seit Monaten fest - kleine Änderungen sind aber bis zuletzt noch möglich. Höherer Schwierigkeitsgrad bedeutet mehr Unsicherheit. Wählt man da eher eine Sicherheitsvariante? "Das ist schon ein Zwiespalt", gibt Möbius zu.

So ganz ohne Blessuren lief die WM-Vorbereitung - trainiert wird bis zu fünf Mal pro Woche - nicht ab. Zwei Bänderdehnungen und eine gebrochene Nase waren zu beklagen. "Die Verletzungen entstanden beim Hock-Strecksprung, Mattenaufbau und beim Laufen auf der Straße, das war schon skurril", so Möbius - mittlerweile sind aber alle wieder fit und bereit für die WM.