Auerbach freut sich auf Großereignis

Auerbach -45 000 Programm-Flyer flattern in diesen Tagen durch den ganzen Regierungsbezirk Chemnitz und künden vom 13. Sächsischen Landeserntedankfest. In der Ausrichterstadt Auerbach herrscht schon reges Treiben lange vor dem 10./11. September.

 

 "Es wird das größte Festgelände in der Geschichte der Drei-Türme-Stadt werden", so Veranstaltungskoordinator und Fremdenverkehrschef René Tümpner. Träger der Großveranstaltung ist neben der Gastgeberstadt das Sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum und der Vogtlandkreis. Doch die Organisation vor Ort liegt in den Händen der Auerbacher. Rund 120 Personen sind enger mit ihr betraut - hinzu kommt eine Vielzahl von Händlern, Vereinen, Landwirten, Direktvermarktern und Fachleuten rund um das Thema Landwirtschaft. "Wir im Rathaus haben für die Zeit alle Urlaubssperre", so Stadtsprecher Hagen Hartwig.

 Werbung und Plakatierung haben begonnen - und die Vorbereitungen für die Sicherheit der Festgäste. "Seit dem Unglück auf der Love-Parade gelten erhöhte Sicherheitsvorschriften. Alle Fluchtwege von den Festplätzen sind nun kenntlich signalisiert und haben Absperrzäune. Ein absolutes Muss für rund 70 000 Gäste", so Hartwig, der mit etwa so viel Besuchern rechnet wie zum vorigen Erntedankfest in Bischofswerda. Mit tausenden Besuchern rechnet man beispielsweise am Samstagabend, wenn eine gigantische Laser-Show unter dem Titel "Farben der Natur" den Himmel über dem Altmarkt verzaubert, zum Ökumenischen Erntedankfestgottesdienst in St. Laurentius, zur Erntekronen-Gala sowie zu allen Tanzveranstaltungen in den Festen.

Womit sich Auerbach besonders schmückt, ist der freie Eintritt an allen drei Tagen und zu allen Veranstaltungen. "Das ist nicht selbstverständlich", streicht Hagen Hartwig heraus. Wer zum Erntedankfest Auerbach passiert und sich amüsieren will, sollte einiges wissen, zu:

Parken: für zwei Euro pro Auto und Tag. Parkplätze gibt es an Hockels Mühle, Schlachthof, im Freudental und am Feuerwehrplatz. Alle Parkplätze in der Innenstadt (auch Talstraße) sind gesperrt. Von Ort zu Ort: kommt man zu Fuß oder mit der Bimmelbahn der Wernesgrüner Brauerei. Festplätze gibt es:

1. Am Neumarkt. Dort steht das Hauptzelt, das 1400 Menschen fasst. Zur Festeröffnung am Freitag, 10. September, 19 Uhr, hat sich Sachsens Landwirtschaftsminister Frank Kupfer, am Sonntagvormittag zur Erntekronengala gar Ministerpräsident Stanislaw Tillich und an allen Tagen Orchester, Schlager- und Volksmusikstars.

2. Am Park an der Göltzschtalgalerie-Nicolaikirche: Dort präsentieren Sachsenforst, Landwirtschaftsministerium und verschiedene Vereine Land- und Erntetechnik sowie Tiere und Ernteprodukte.

3. An der Talstraße steht ein 1300-Personen-Zelt. Höhepunkt ist das 10. Vogtländische Schalmeienfestival am Samstag ab 14 Uhr.

4. An der Amtsstraße lädt der Skisportverein ins 700-Mann-Zelt. Stimmung machen unter anderem die Stangengrüner Lausbum, Melk-Kuh Elsa und Vogtland Radio.

5. Schlosshof am Museum:. Hier kann man Korbflechtern und Papierschöpfern über die Schulter schauen, Ziegen streicheln und Landtechnik aus Opas Zeiten bewundern.

6. Altmarkt und Nicolaistraße. Hier kann man beim Direktvermarkter kaufen, viele Händler bieten ihre Waren feil.

 

Weitere Attraktionen, so für Kinder, gibt es in der Bebelstraße, im Gemeindehaus der Adventsgemeinde (Pfarrgasse) heißt es "Vom Korn zum Brot", die Laurentius-Kirche zeigt alle Erntekronen des Landeswettbewerbes, in der Göltzschtalgalerie wird gedruckt und gefärbt, der Sorgaer Reitverein lädt an allen Tagen zum Reitturnier, die Laurentius-Kirche lädt Sonntag, 9.30 Uhr, mit Landesbischof Jochen Bohl zum Ökumene-Gottesdienst - die Katholiken halten mit der "Skateboard fahrenden Nonne" dagegen und das Goethe-Gymnasium ist Ort des Wettbewerbes für Fleischerlehrlinge sowie und eines Wurst-Wettbewerbes. Apropos Wurst: Die hat zum Fest natürlich Anfang und Ende, aber erst nach 100 Metern. Eine so lange Knackwurst-Kette will nämlich die Fleischerei Möckel durch die Innenstadt tragen. Wer Glück hat, erwischt zum Landmaschinen-Umzug am Sonntag ab 15 Uhr einen Zipfel davon. cze