Auch Vogtländer auf Masern-Schiff

Auf dem Kreuzfahrtschiff Costa Pacifica sind die Masern ausgebrochen. Stark beunruhigt deshalb sind mehrere hundert Deutsche, die sich auf dem Schiff befanden. Passagiere waren dort auch die Syrauer Drachenburg-Musikanten Egbert und Beatrix Pelz und ihr 19-jähriger Sohn.

Berlin/Syrau - Laut dem Berliner Robert-Koch-Institut (KI) seien die Masern unter der Crew ausgebrochen. Sieben Besatzungsmitglieder seien sicher daran erkrankt, bei 40 anderen Mitgliedern bestehe der Verdacht. Angesteckt haben könnten sich auch all jene Passagiere, die sich zwischen dem 17. und 27. Februar auf dem durchs Mittelmeer kreuzenden Schiff befunden haben. Genau in diese Zeit fällt auch der Urlaub von Familie Pelz aus Syrau.

Am 15. Februar schifften sie sich auf der Costa Pacifica im norditalienischen Savona ein. Weitere Stationen waren Marseille, Barcelona, Palma de Mallorca, Civitavecchia, La Spezia und abermals als Ankunftshafen Savona. "Es war ein toller Urlaub. Wir haben von Masern nichts bemerkt", sagt Egbert Pelz, der mit der Familie schon das fünfte Mal auf einem Kreuzfahrtschiff urlaubte.

Als am Dienstag eine Mitarbeiterin vom Gesundheitsamt des Vogtlandkreises bei Pelz anrief, schrillten erst mal die Alarmglocken. "Ich bin schon erschrocken!" Am Abend schaute die Mitarbeiterin bei Pelzens noch vorbei - ebenso bei anderen Familien aus dem Vogtland, die sich auf dem Schiff befanden. "Meine Frau und mein Sohn sind gegen Masern geimpft, da besteht keine Gefahr. Ich selbst hatte als Kind die Masern, aber der Impfausweis ist weg. Deshalb muss ich zur Sicherheit zum Antikörpertest", so Pelz.

Laut RKI sei geschützt, wer bereits zwei Impfungen gegen Masern bekommen oder die Krankheit früher selbst hatte. Empfohlen wird bei Fieber, Husten, Schnupfen, Hautausschlag und Bindehautentzündung den Arzt aufzusuchen. cze