Architekten begutachten ehemaliges Horten Plauen

 

Zahlreiche Architekten haben sich am Freitag ein Bild vom ehemaligen Horten-Kaufhaus im Stadtzentrum von Plauen gemacht. Das Gebäude soll ab 2011 zum zentralen Verwaltungssitz des Vogtlandkreises umgebaut werden.

Auf einem Kolloquium zum Architektenwettbewerb haben die Verantwortlichen von den 24 teilnehmenden Büros, die zum Teil auch aus dem Ausland stammen, weitere Kriterien für die Planungen erhalten. Landrat Tassilo Lenk (CDU) spricht von einer herausragenden Anforderung für die Büros. Lenk will alles außer eine "klassische Verwaltung", gab er den anwesenden Architekten mit auf den Weg, die nun damit beginnen, ihre Entwürfe zu erstellen.

Es soll eine "Investition in die Zukunft sein", sagt Lenk. Entstehen könnte das modernste und innovativste Verwaltungsgebäude in ganz Sachsen. Den Architekten hat der Landkreis nahezu freie Hand gegeben. Lenk schwebt ein hoch flexibles Gebäude vor, welches sich an die Bedürfnisse der Bürger und an die Bedingungen der Zukunft anpasse. Die Verwaltungsbereiche werden besser vernetzt sein und die Angestellten sollen unter anderem in Großraumbüros mit moderner Technik Team-fähiger arbeiten können.

Für den Landkreis ist es das größte Bauprojekt überhaupt. Innerhalb der zweijährigen Bauzeit sollen rund 30 Millionen Euro investiert werden. Im neuen zentralen Landratsamt werden nach Bauende fast 600 Angestellte arbeiten. Verantwortlich für den Architektenwettbewerb ist Oliver Stolzenberg aus Dresden. Der Vorsitzende des Wettbewerbsausschusses der Architektenkammer Sachsen gab den teilnehmenden Büros nun bis Mitte Februar Zeit, ihr Entwürfe zu erstellen und einzureichen.

Voraussichtlich am 16. März kommt dann das Preisgericht zu einer Entscheidung zusammen. Es lobt einen möglichen Gesamtsieger aus, dessen Entwurf dann, sollten alle aufgelegten Kriterien erfüllt sein, umgesetzt wird. Die Preisträger des Wettbewerbes darf sich über eine hohe Geldprämie freuen.

 

Von Martin Reißmann