Arbeitslosigkeit: Milder Winter bremst Anstieg

Die Arbeitslosigkeit in Sachsen ist im Januar angesichts des teils milden Winters nur leicht gestiegen. Wie die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Chemnitz mitteilte, waren 179.700 Frauen und Männer ohne Job.

Das waren 16.355 mehr als im Dezember 2015 - und damit laut Agentur der geringste Anstieg in einem Januar seit acht Jahren es. Die Arbeitslosenquote stieg von 7,7 Prozent auf 8,5 Prozent. Vor zwölf Monaten lag sie zum gleichen Zeitpunkt bei 9,4 Prozent. Der sächsische Arbeitsmarkt sei in einer "soliden Grundverfassung", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion, Klaus Schuberth.

Aktuell sind laut Agentur 27.993 freie Stellen gemeldet. Das seien 254 weniger als im Dezember, aber fast 5000 mehr als im Vorjahr. Die größte Nachfrage gibt es bei Zeitarbeit, gefolgt vom Verarbeitenden Gewerbe, dem Gesundheitsund Sozialwesen sowie dem Handel und Bau. Auch bundesweit ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar um 239.000 auf 2,92 Millionen gestiegen. Das sind 111.000 Erwerbslose weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,6 Punkte auf 6,7 Prozent. va