Arbeitslosigkeit in Sachsen auf Tiefstand

Arbeitslosigkeit in Sachsen erreicht einen Tiefststand. Im Vogtland allerdings gibt es im Oktober ein leichtes Plus.

Chemnitz/Plauen - In Sachsen ist die Arbeitslosigkeit im Oktober auf ein historisches Tief gesunken. Die Arbeitslosenquote lag bei 8,8 Prozent nach 9 Prozent im September, wie die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte. Das sei der tiefste Wert seit Beginn der Statistik. Im Jahresvergleich bedeute das einen Rückgang um 0,6 Prozentpunkte. In absoluten Zahlen waren im Oktober im Freistaat 186 953 Menschen ohne Job, 4324 weniger als im September und 14 052 weniger als vor einem Jahr.

Hauptursache für den erneuten Rückgang ist laut Arbeitsagentur die Herbstbelebung in der Wirtschaft. Der Oktober sei traditionell ein Monat mit sinkenden Arbeitslosenzahlen. Bundesweit sank die Zahl der Arbeitslosen um 35 000 auf 2 753 000 Menschen.

Laut Regionaldirektions-Chefin Jutta Cordt präsentiert sich der sächsische Arbeitsmarkt robust. Grundsätzlich sei die Situation erfreulich. Der Beschäftigungsaufbau halte weiter an, verlangsame sich aber. Wie die Entwicklung weitergehe, hänge vor allem vom Export und von der Binnennachfrage ab. Momentan sehe sie aber keine Trendwende, betonte Cordt. Indessen schrumpft die Zahl der freien Stellen. Experten signalisierten für ganz Deutschland wegen des schrumpfenden Stellenmarktes Stagnation auf dem Arbeitsmarkt.

Während die Arbeitslosigkeit in den meisten Regionen weiter sank, stieg die Quote im Agenturbezirk Plauen im Oktober leicht von 7,2 auf 7,3 Prozent an. Die Regionaldirektions-Chefin Cordt nannte ein Plus von 50 Vogtländern, die arbeitslos wurden. Nach ihrer Aussage seien das hauptsächlich ehemalige Beschäftigte der Manroland Plamag Plauen. Trotz des leichten Plus ist das Vogtland aber - gleichauf mit dem Agenturbezirk Zwickau - noch immer die Region in Sachsen mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit. Schlusslicht ist weiter Leipzig mit 10,1 (September: 10,5) Prozent. va