Arbeitslosenquote steigt im Vogtland

Das kalte Winterwetter hat die Zahl der Arbeitslosen im Januar in ganz Sachsen steigen lassen. 225 800 Frauen und Männer waren ohne Job. Das waren 25 927 mehr als im Monat davor, aber immer noch rund 8200 weniger als vor einem Jahr, wie die sächsische Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg von 9,4 auf 10,6 Prozent. Im Januar 2012 hatte sie bei 11 Prozent gelegen. Laut Arbeitsagentur hat der Januar-Anstieg vorrangig saisonale Gründe.

Genannt wurden Kündigungen angesichts der Witterung, wenn Außenarbeiten nicht mehr möglich sind. Mit dem Ende des Weihnachtsgeschäfts im Handel sei außerdem Personal entlassen worden. Der Arbeitsmarkt in Sachsen sei weiterhin stabil, betonte Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP). Im Vorjahresvergleich ist die Beschäftigung im Freistaat leicht angestiegen.

Aktuell sind rund 1,47 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 0,4 Prozent. Vor allem im verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Bereich Handel waren mehr Menschen beschäftigt als vor einem Jahr. Ihren höchsten Stand seit 2001 hatte die Beschäftigung laut Arbeitsagentur im Oktober 2012. Wie sie sich in den kommenden Monaten entwickle, bleibe abzuwarten. Sie werde wahrscheinlich nicht mehr so kräftig steigen wie in den vergangenen Jahren, so Experten.

Im Vogtland stiegt die Arbeitslosenquote mit zehn Prozent erstmals seit langer Zeit wieder in den zweistelligen Bereich. Demnach sind derzeit 12 259 Frauen und Männer ohne Job. Das sind 2000 Menschen mehr als noch im Dezember. va