Arbeiten an Elsterberger Burgruine gehen voran

Vieles ist bereits geschafft innerhalb der Maßnahme "Sanierung der Burgruine Elsterberg. Seit März 2018 laufen die Arbeiten in mehreren Bauabschnitten auf dem Wahrzeichen der Stadt. In diesen Tagen werden die Sicherungsarbeiten am Mauerwerk im Zugangsbereich aus der Schlossstraße zwischen Heimatturm und dem sogenannten "Hungerturm" beendet. Knapp 800.000 Euro hat das gekostet.

Von Jürgen Stefaniak

Aktuell sind die beiden Türme und deren Verbindungsmauer am Haupteingangstor bereits eingerüstet. Vor Ort werden die Arbeiten mit der Mauerwerkssanierung und dem Anbau der Treppe fortgesetzt. Auch diese Tätigkeiten führt - wie die bisherigen - die Firma Spezialsanierung GmbH Roßwein aus. "Mit einem Abschluss dieser Arbeiten rechne ich im Juli/August", ist Bürgermeister Sandro Bauroth (FDP) optimistisch. Zum Stand der Dinge ergänzte Planer Thomas Schafferhans: "Die neue Treppe am Turm mit Wasserwerk und Bauernstube wird sich an diesen anschmiegen. Sie wird mit einem Podest versehen und erhält ein hölzernes historisch wirkendes Geländer".
Einen Schritt weiter innerhalb der Gesamtmaßnahme ist bereits die Arbeitsgruppe "Sanierung Burgruine". Sie koordiniert die Arbeiten an den einzelnen Bauabschnitten. Zur Gruppe gehören neben dem Bürgermeister, Planer Schafferhans, Anett Eisel und Martin Neubert von der Westsächsischen Gesellschaft für Stadtentwicklung sowie der GfE-Stadtrat und Vorsitzende des Vogtländischen Heimatvereins Karsten Zeller. Sie trafen sich in dieser Woche auf der Burgruine, um die notwendigen Schritte für die Sanierung der Kellerdecke und der Bühne im oberen Innenbereich der ehemaligen Burg zu besprechen. Die Arbeiten an Bühne und Kellerdecke sollen im Spätsommer starten. Bürgermeister Bauroth plant, dass "mit Eintritt der Schlechtwetterperiode die Arbeiten soweit fortgeschritten sein, dass die neu eingebauten Decken und Flächen dicht sind". Er geht von Kosten im mittleren sechsstelligen Euro-Bereich aus.
Insgesamt hat die Stadt noch Fördermittel in Höhe von rund zwei Millionen Euro zur Verfügung, so Bauroth weiter. Davon müssen aber auch Leistungen wie der Wegebau oder die Sanierung von Mauerwerken oberhalb des Ehrenmales und am Vereinsturm finanziert werden. Die vom Stadtoberhaupt genannte Summe wird aus drei "Töpfen" finanziert. "Einmal sind es Fördermittel aus dem Denkmalschutz, dann solche vom Stadtumbau Ost und zehn Prozent sind kommunale Eigenmittel", erklärte Anett Eisel.
In diese "Verjüngungskur" des Elsterberger Wahrzeichens will der Bürgermeister die Einwohnerschaft mit einbeziehen. Diese soll Vorschläge zur Neugestaltung von Bühne und Kellerdecke machen, berichtete Bauroth über seinen entsprechenden Aufruf in der Stadtzeitung. Außerdem sei es sein Wille, dass diese Neugestaltung in der August-Stadtratssitzung besprochen wird. "Ich denke, wir werden bis Ende des II. Quartals 2021 die dringlichsten Arbeiten zum Erhalt unseres Wahrzeichens abschließen, damit dann das 34. Ruinen-und Heimatfest im August 2021 hier über die Bühne gehen kann", hofft Bauroth.
Sehr zufrieden mit dem Bauverlauf ist Karsten Zeller, der Vorsitzende des Heimatvereins. "Die Fortschritte sind deutlich auszumachen. Ich freue mich auf das Ruinen- und Heimatfest 2021". Gegen Jahresende möchte das Stadtoberhaupt mit dem sechsköpfigen Festkomitee, bestehend aus Vertretern von Vereinen und der Stadtverwaltung die Planungen aufnehmen. Geschlossenen Verträge für das ursprünglich in diesem Jahr geplante Fest seien auf Eis gelegt.