Arbeit kommt vor Vergnügen

In etwa zwei Jahren werden im Baustellenbereich der künftigen Kita "Elsteraue" 120 Kinder bis zum Schulalter toben und die Ruhe genießen können.

Von Gabi Kertscher

Plauen Die Abrissarbeiten an den beiden bestehenden Gebäuden sind abgeschlossen. Das Südgebäude ist vollständig entkernt und es werden die Entwässerungen verlegt. Der Aufbau der Bodenplatten ist in Arbeit. Bis Ende des Jahres soll das Dach dicht sein und der Innenausbau beginnen. Im Erdgeschoss wird Platz für 40 Krippenkinder sein. Hier befindet sich auch der Hauswirtschafts- und Anschlussraum. Direkt darüber befinden sich die Gruppenzimmer der "Großen". Ein Zwischenbau aus Stahlbetonelementen wird eine Verbindung zwischen dem Süd- und dem Nordgebäude herstellen. Von einem großen zentralen Treppenhaus gelangt man dann in Waschräume, eine Garderobe und Gruppenräume. Im Nordgebäude ist ein Kinderestaurant untergebracht. Hier erhalten die ein- bis sechsjährigen Knirpse täglich drei Mahlzeiten. Von diesem Gebäude wurden die oberen Etagen abgetragen und eine neue Etage wird durch einen Aufbau aus Fertigbetonplatten aufgebaut. Im Erdgeschoss wurden die denkmalgeschützten Stützpfeiler erhalten und teilweise wiederaufgebaut. Dina Wolf betreut für die Gebäude- und Anlagenverwaltung Plauen die Baustelle und berichtete von unerwarteten Problemen. So tauchen immer wieder Hohlräume unter den Fußbodenplatten auf oder doppelte Fußböden und unerwartete Kanäle erfordern die Anpassung der Planungen. Für die 29-jährige Bauingenieurin ist es die erste Baustelle einer neuen Kita. Sie habe noch keine Kinder, aber sie würde sie auf alle Fälle in die Einrichtung in der Elsteraue bringen, meinte sie schmunzelnd. Der geplante Bodenaustausch im Freigelände wurde bereits realisiert und das Gelände ist aufgefüllt. Das sei notwendig geworden, da hier früher eine Bleicherei und Färberei ihre Produktionsstätten hatte.
Die bisher bewilligten Baukosten von 6,2 Millionen Euro werden um etwa zehn Prozent höher liegen. Aus dem Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" erhält die Stadt Plauen 3,8 Millionen Euro Fördermittel. Die Einrichtung wird Eigentum der Stadt Plauen bleiben.