Arbeit für alle und fairer Lohn

Plauen - ,,Arbeit für alle - Bei fairem Lohn" war das Motto der Mai-Kundgebungen in diesem Jahr. Immer mehr Beschäftigte bangen um ihren Arbeitsplatz und müssen gegen den drohenden sozialen Abstieg ankämpfen.

 

Unternehmen und die Politik sollten deshalb alle Mittel nutzen, um Arbeitsplätze zu sichern. Deshalb fordern die Gewewrkschaften den Erhalt von Arbeitsplätzen und eine neue nachhaltige Wirtschaftsordnung, mehr Demokratie und Mitbestimmung in Wirtschaft und Gesellschaft sowie Arbeit für alle bei fairem Lohn. Die Krise dürfe nicht zur Lohndrückerei missbraucht werden, mahnen die Gewerkschaften.

 Rund 23 000 Menschen beteiligten sich in ganz Sachsen an den diesjährigen Mai-Kundgebungen. Zahlreich folgten auch die Vogtländer dem Aufruf des Gewerkschaftsbundes und versammelten sich in Plauen.

Bereits um 10 Uhr setzte sich der Demonstrationszug am Theaterplatz in Bewegung. Die Route führte über den Markt zum Vogtlandgarten. Enka-Mitarbeiter kamen extra mit einem Bus in die Stadt, um ebenfalls teilzunehmen. Deutliche Worte fanden sich auf großen Transparenten wieder: ,,Gekauft für?n Appel und?n Ei, Kohle gescheffelt, dann war?s vorbei", oder ,,Ausgenutzt und in den Arsch getreten".

 

Redner Stephan Enzmann, stellvertretender Bezirksleiter der IG Bergbau/Chemie/Energie rief die Bundesregierung auf, auch an die Arbeitnehmer und nicht zu einseitig zu denken, wofür die Verlängerung der Zahlung des Kurzarbeitergeldes schon ein positives Zeichen sei. Die einzelnen Parteifraktionen informierten an ihren Ständen und verteilten auch die obligatorischen roten Nelken für?s Knopfloch. S. Rössel