Apostel Paulus aus Pöhl kehrt heim

Der Apostel Paulus ist zurück: Er ist 85 Zentimeter hoch und stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die Rede ist von einer Holzfigur aus der alten Kirche Pöhl. Sie war Jahrzehnte verschollen - am Sonntag kehrte sie heim ins Vogtland, allerdings nicht in die Kirche des Dörfchens Pöhl, das in der damals gebauten Talsperre gleichen Namens in den 1960er Jahren versunken ist.

"Paulus" hielt zum Kirchweihfestgottesdienst Einzug in die Dreifaltigkeitskirche in Jocketa. Ingrid Müller aus Helmsgrün und der Jocketaer Ortschronist Steffen Fischer (Foto) trugen die früher vergoldete Figur aus Laubholz ins Gotteshaus.

Die Figur war im Landesamt für Archäologie in Dresden gefunden worden. Dorthin war sie nach einem Brand in der Pöhler Kirche 1961 gebracht worden. Viele Besucher fotografierten den historischen Augenblick am Sonntag.

"Die Figur wiegt ungefähr 25 Kilogramm", erklärte Fischer, der die Wiederkehr der Figur als Erfolg sieht, der auf vielen Hinweisen ehemaliger Pöhler Einwohner beruht. Stellvertretend nannte er Silke Tittes, Thomas Stranz und Herbert Steinmüller. Fischer dankte auch Amtspersonen und Ämtern. va