Anteil geschädigter Bäume nimmt im Vogtland zu

Alle Jahre wieder gibt Sachsen kurz vor dem Weihnachtsfest Auskunft über den Zustand seiner Wälder. Die Botschaft stimmt trotz leichten Verschlechterungen im Vogtland eher positiv.

Dresden/Plauen - Der Zustand der sächsischen Wälder ist insgesamt stabil. 37 Prozent der Bäume werden im Waldzustandsbericht 2013 als gesund eingestuft, 46 Prozent sind schwach geschädigt und 17 Prozent haben deutliche Schäden. Die grüne Lunge des Freistaates erholt sich nur langsam. "Der Gesundheitszustand liegt seit 2008 ungefähr auf gleichbleibendem Niveau", sagte Forstminister Frank Kupfer (CDU) am Donnerstag bei der Vorstellung des Berichtes. Auffällig seien Unterschiede in einzelnen Regionen und bei verschiedenen Baumarten, sagte Kupfer: "Während es den Wäldern im Erzgebirge immer besser geht, nimmt der Anteil geschädigter Bäume im Vogtland und in Ostsachsen tendenziell wieder zu." Bei Buchen und Fichten seien im Durchschnitt die Kronen in einem besseren Zustand, bei Kiefern und Eichen gebe es dagegen leichte Verschlechterungen. Alles in allem befänden sich die Wälder aber in einem guten Zustand.

Kupfer zufolge waren die Bedingungen für das Waldwachstum 2013 insgesamt günstig - trotz der Wetterextreme mit einem kalten Frühjahr, dem Hochwasser im Juni und einem heißen Hochsommer. Glück im Unglück: Die Orkane "Christian" und "Xaver" hinterließen im Freistaat nur wenig Bruchholz. "Solche Extremereignisse werden sich in den kommenden Jahren aber sicher häufen", sagte der Minister. Deshalb müsse der Waldumbau fortgesetzt werden. Bis 2050 soll es etwa 80 000 Hektar neue Mischwälder geben. dpa