Ansorge: Pausa hat viel vor

Beim Stammtisch im Heimatverein war Ansorge zu Gast und berichtete über Aufgaben und Vorhaben in den nächsten Monaten. "Wir müssen auf den Weg zu einer Einheitsgemeinde mit Mühltroff kommen, Alles andere wird zu teuer und das mache ich nicht mit", macht der in Unterreichenau wohnende Ansorge deutlich. Und meint damit, dass die Alternative zur Einheitsgemeinde nur ein Zusammenschluss beider Orte sein kann.

Dazu würden die Karten neu gemischt und die so neu entstehende Kommune müsse Grunderwerbssteuer zahlen, die wiederum die "Hochzeitsprämie" fast "auffrisst". Das will aber Ansorge nicht und beharrt auf seiner Vorstellung von einer Einheitsgemeinde mit Mühltroff. "Da bringen beide ihr 'Vermögen' mit," sagte Ansorge und meint damit, dass die Mühltroffer zum Beispiel ihr Schloss einbringen, die Pausaer das Freibad.

Eine neue Kesselanlage auf der Basis alternativer Energien soll laut Ansorge in der Pausaer Schule in der Pestalozzistraße installiert werden. An diese Hackschnitzelheizung sollen auch Hort und Kita angeschlossen werden. Auf Hochtouren werde derzeit in den Arbeitsgruppen an der Vorbereitung der 750 Jahrfeier gearbeitet, und im Rathaus beschäftigt den Bürgermeister die Personalentwicklung. "Gut ist, dass wir jetzt viele junge Leute beschäftigt haben, ein Großteil davon aber Frauen sind, die alle noch Kinder kriegen können", hat der Stadtchef Sorge über längeren Ausfall von Mitarbeiterinnen, "zumal wir personell ohnehin am untersten Level stehen".

Kommunale Fahrzeuge, wie der Stadtbus oder Bauhoffahrzeuge, und der Straßenbau in Richtung Ranspach waren weitere Themen Ansorges. Sorgen bereiteten ihm, das war später auch Diskussionsthema, die vielen Hausruinen im Stadtgebiet. Diese sprach auch Peter Stolzenberger an. Er bat aber auch um einen Einblick ins Stadtarchiv, um für die 750 Jahrfeier das Leben in Pausa in einer Ausstellung im Heimateck darstellen zu können. Dem sagte der Bürgermeister zu, bekannte zugleich in Sachen Hausruinen: "Uns sind da die Hände gebunden, wenn die Objekte in Privatbesitz sind". Er erläuterte nochmals die Probleme mit der ehemaligen Gummifabrik im Kutschweg.

Der Saisonbeginn und die Öffnungszeiten im Freibad oder die künftige Nutzung von Industrie-Brachen wurden außerdem diskutiert. Heimatvereinsvorsitzende Katrin Löwe wies auf die nächste Ausstellung zum Thema "Gesichter der Erde" hin. In dieser werden Fotoarbeiten des Pausaers Michael Rischer gezeigt, die dieser auf einer Reise durch Burma "geschossen" hat. Höhepunkt der Ausstellung, die am 14. April zum Frühlingsmarkt eröffnet wird, ist am 22. April Rischers Reisebericht aus dem Land.