Angelina Häntsch in vier Rollen souverän

Plauen - Seit Anfang des Monats schon sind zahlreiche kleine und auch große Theaterbesucher begeistert vom diesjährigen Weihnachtsmärchen "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren".

 

In der Inszenierung von Karl-Heinz Ahlers ist Angelina Häntsch, die gerade erst mit der Titelfigur von Fontanes "Effi Briest" beeindruckte, gleich in vier Rollen zu erleben. Wie im vergangenen Jahr in Zittau, verkörpert die sympathische Berlinerin nicht nur die von Hans (Johannes Moss, den wir in einem unserer nächsten Adventskalenderblätter vorstellen) begehrte Prinzessin. Ausdrucksstark in Mimik und Gestik erleben sie die Plauener Theaterbesucher auch als Teufels Großmutter, Räuber und chinesisches Stadtoberhaupt.

 

Vier Rollen in einem Stück ist immer eine Herausforderung, die Angelina Häntsch mit Bravour meistert. Doch wie findet die Schauspielerin, die von ihr dargestellten Figuren, wollten wir nach den beiden gestrigen Vorstellungen wissen. "Der Räuber ist sehr lustig, am Chinesen reizt die Konfu-Figur, die sehr viel Spaß macht, wie auch die Großmutter, die hier sehr jung angelegt ist. Und die Prinzessin ist natürlich die Rolle, von der jedes kleine Mädchen gern träumt", bringt Angelina Häntsch die vier Märchenfiguren auf den Punkt.

 

Sehr viel Arbeit, die aber Spaß macht und auch beim Publikum Anerkennung findet, gibt?s für die junge Schauspielerin am Theater Plauen-Zwickau. Da dieses Theater das einzige in Sachsen ist, das auch am Heiligabend spielt, und Angelina Häntsch auch am 1. Weihnachtsfeiertag als Effi Briest in Zwickau schon wieder auf der Bühne steht, bleibt kaum Zeit zum Feiern.

 

Die wenigen freien Stunden vom Vorstellungsschluss am Mittag des Heiligabend bis zum nächsten Bühnenauftritt am Abend des 25. Dezember, wird die Berlinerin zu einem kurzen Familienbesuch in der Hauptstadt nutzen wollen. Vorher spielt sie die vier Rollen beim "Teufel mit den drei goldenen Haaren" noch fünf Mal und danach am 29. Dezember letztmalig am Vogtlandtheater und wird dabei die Zuschauer mit Spielfreude und facettenreicher Darstellungskunst wie bei allen bisherigen Vorstellungen begeistern. va