Andreas J. Leonhardt feiert Jubiläum

Plauen - 8888 Tage töpfert Andreas J. Leonhardt nun schon an der Plauener Bärenstraße. Am 1. August 1986 begann er mit dem alten Handwerk und entwickelte im Laufe der Zeit immer neue Ideen.

 

Nach seiner Lehre in Bürgel legte Leonhardt bald eine Meisterprüfung im Töpferhandwerk ab. "Die Domäne von Andreas Leonhardt ist die freigedrehte Gefäßkeramik. So beherrschen klar entwickelte Elementarformen sein Schaffen. Strenge Zylinder oder vornehmlich Kugelvasen, mit straff gespannten Umrissen und zumeist engen Hälsen, die entweder organisch aus dem Gefäßleib hervorwachsen oder deutlich von ihm abgesetzt sind, besitzen ausdrucksvolle Oberflächen", sagte der Direktor des Museums für Angewandte Kunst Gera, Hans-Peter Jakobsen, über ihn.

 

Neben Gefäßen, Schalen, Vasen und Lampen die unter seinen eigenen Händen entstehen, hat Leonhardt auch immer wieder Freude, anderen die Kunst des Töpferns zu zeigen. Bei Kursen und Seminaren ist besonders Raku sehr gefragt.

 

Die im 16. Jahrhundert in Japan entstandene keramische Fertigungstechnik bringt optisch besonders schöne Ergebnisse hervor. Gewaltige Temperaturunterschiede sowie der Entzug von Sauerstoff durch das Abräuchern lässt besondere Effekte entstehen. Eigentlich ist das Aufreißen der Glasur ein Oberflächenfehler, hier jedoch wird es gezielt als dekoratives Mittel eingesetzt. Jedes Stück für sich ein Unikat und immer mit der gewissen Schrift des Erschaffers, bietet Andreas Leonhardt noch bis heute fast alle Artikel in seiner Werkstatt zu einem besonderen Jubiläumspreis an. Addiert man vier Mal die Acht so ergibt es 32. So hoch ist auch der Rabatt, den der Töpfer zum Jubiläum bietet.