Anbaden in Altensalz

Der SV Vogtland hat Mumm. Auf Initiative des Schwimmvereins stürzten sich Mutige am Karfreitag in die Talsperre Pöhl.

Neuensalz/Altensalz - "Wir sind der SV Vogtland mit 218 Mitgliedern", bemerkte Robert Peetz, 2. Vorstand und Trainer der Wettkampfmannschaften. Der Verein betreibt leistungsorientierten Breitensport im Schwimmen und Wasserball. Man könne auf einige Erfolge zurückblicken.

So wurde das Anfängerschwimmen mit dem j-ini Preis der VR Bank Hof geehrt und die Schwimmer erreichten mehrfach die Qualifikationszeiten für die sächsischen Meisterschaften in Riesa und Leipzig.

Große Erfolge können auch die Wasserballer verzeichnen. Sie trainieren in drei Kinder- und Jugendmannschaften sowie einer Herrenmannschaft. Für das laufende Jahr wurde dem SV Vogtland der Status "Talentestützpunkt Wasserball" zuerkannt.

Im Januar startete das erste Mal der "Schneeflockencup". Die Leistungssportler wollen sich jetzt jährlich im Januar in Plauen treffen. Am 15. September werden dann die Erststarter und Breitensportler ihre Kräfte in der Plauener Schwimmhalle messen.

Die "härtesten" Vereinsmitglieder begannen die Außenbadesaison am Karfreitag. Bereits zum 93. Mal wanderten sie von Reusa in Richtung Pöhl. "Früher ging es ins Dorf zum Fußballspielen", erklärte Vorstand Jörg Egelkraut.

Seit es die Talsperre gibt, wird zum Karfreitag angebadet, egal ob noch Eis drauf sei oder nicht. Einige Bader erinnerten sich an das Anbaden 2013. Am 29. März mussten 10 Zentimeter Eisdecke mittels Säge aufgeschnitten werden.

In diesem Jahr war teilweise noch etwas Eis auf der Talsperre Pöhl, aber an der Badestelle war bereits alles frei. Bei 3 Grad Wassertemperatur und strahlendem Sonnenschein stiegen die Männer in die kühlen Fluten des vogtländischen Meeres.

Im Anschluss gab es heißen Tee und im Gasthof Altensalz warteten weitere wärmende Getränke. ker