Ammann und Malysz schlagen Schlierenzauer

Klingenthal - Simon Ammann hat den Skisprung-Weltcup in Klingenthal gewonnen! Beim dritten Wettbewerb der TelDaFax FIS-Team-Tour setzte sich der Schweizer vor 10.200 Zuschauern vor Adam Malysz (POL) und Gregor Schlierenzauer (AUT) durch. Schlierenzauer verpasste damit bei seinem sechsten Auftritt auf der modernsten Großschanze der Welt erstmals den Sieg. Für Sprünge auf 133,0 und 134,0 erhielt Ammann 263,9 Punkte und lag damit sechs Punkte vor Malysz und 18 Zähler vor Schlierenzauer. Bester Deutscher in der Vogtland Arena wurde Michael Uhrmann (Rastbüchl, 222,8) auf Platz neun vor Michael Neumayer (Bertechsgaden, 216,2). Rückkehrer Martin Schmitt (Furtwangen, 211,1) als 13., Pascal Bodmer (Messstetten, 198,6) auf Rang 20 sowie Andreas Wank (Oberhof, 197,8) auf Platz 21 sorgten für ein gutes Mannschaftsergebnis des deutschen Olympiateams. Überragendes Team war einmal mehr Österreich, dass mit Schlierenzauer, Wolfgang Loitzl (241,2; 4.), David Zauner (237,3; 5.) und Vierschanzentournee-Sieger Andreas Kofler (228,8; 6.) vier Springer unter den ersten Sechs platzierte. Österreich übernahm damit auch die Führung in der Gesamtwertung der TelDaFax FIS-Team-Tour. Vor den abschließenden Bewerben in Willingen am kommenden Wochenende (6./7.2.) hat die Mannschaft mit 2840,2 Zählern 31 Punkte Vorsprung vor Norwegen. Im Kampf um den dritten Rang der mit 100.000 Euro dotierten Team Tour liegt Deutschland mit 2605,3 Zählern nur noch fünf Punkte hinter Finnland in aussichtsreicher Position. Vor den Olympischen Winterspielen zeigte sich Sieger Simon Ammann optimistisch: "Gregor hat mir vier Siege in Klingenthal voraus. Dafür sind es für mich schon die vierten olympischen Spielen. Ich bin in guter Form, versuche mich auf mich selbst zu konzentrieren und hoffe, dass meine Erfahrung ein Vorteil ist." Das Klingenthaler Publikum lobte er ebenso: "Hier sind immer viele Zuschauer, die den gesamten Wettkampf über Stimmung machen. Das macht Spaß. Außerdem liegt mir die Schanze im Winter noch besser als im Sommer." Adam Malysz war ebenfalls mehr als zufrieden mit seiner Leistung: "Es war mein bestes Saisonergebnis. Schon im Training lief es großartig. Auch die Stimmung in Deutschland und speziell hier in Klingenthal ist fantastisch." Bei Gregor Schlierenzauer hielt sich die Enttäuschung über den verpassten sechsten Sieg in Klingenthal in Grenzen: "Ich bin überhaupt nicht enttäuscht. Man kann nicht immer gewinnen, die anderen sind ja auch keine Nasenbohrer. Für Vancouver hoffe ich darauf, dass ich mit positiven Emotionen zurückkomme." Team der Vogtland Arena bekommt riesigen Beifall Klingenthal. Beim Skisprung-Weltcup hat das Team der Vogtland Arena großen Beifall von den mehr als 10.000 Zuschauern erhalten. Erstmals wurde als "Helfer des Tages" kein Ehrenamtlicher ausgezeichnet, sondern Schanzenwart Tino Krause. Für unzählige Überstunden in der Vorbereitung des Weltcups wurden anschließend auch die Mitarbeiter der Vogtland Arena Vermarktungsgesellschaft Janine Buse, Matthias Buse, Jens Bley, Markus Reinert, Chris Pfeiffer und Jörg Zengler mit tosendem Applaus belohnt. Als Anerkennung für ihren außergewöhnlichen Einsatz erwartet alle ein Wochenende in einem Ifa-Ferienpark. Julia Eichhorn zur Miss Weltcup Klingenthal 2010 gewählt Klingenthal. Bevor die Springer um Weltcup-Punkte kämpften, fiel bereits die erste Entscheidung in der Vogtland Arena. Julia Eichhorn (18) aus Reichenbach wurde von den Fans per Applaus zur "Miss Weltcup Klingenthal 2010" gewählt. Als letzte Amtshandlung überreichte ihr Vorgängerin Elisabeth Kupfer (21) die Schärpe als neue Würdenträgerin. 50 Kilometer TV-Kabel verlegt 18 Kameras waren in der Vogtland Arena aufgebaut. Insgesamt wurden an die 50 Kilometer Kabel für Video-, Ton- und Datenübertragung verlegt. Knapp 100 Mitarbeiter - von Kabelträgern über Kameraleute und Regisseure bis hin zu den Kommentatoren - sicherten die Übertragung. Neben der ARD wurde das Weltcup-Springen aus Klingenthal von acht TV-Sendern live übertragen, so in Finnland, Mazedonien, Norwegen, Österreich, Slowenien, Polen und ganz Asien. Außerdem sendete Eurosport europaweit. Darüber hinaus berichteten 14 Fernsehsender vom Weltcup zeitversetzt. Schon am Tag der Qualifikation kamen zum Pressegespräch mit Martin Schmitt RTL, N-TV und ZDF mit eigenen Kamerateams. 85 Journalisten berichteten Im Pressezentrum hatten 85 akkreditierte Journalisten und Fotoreporter ihre Notebooks aufgebaut. Sie kamen aus ganz Europa. Etwa 400 bis 500 Fotos macht ein professioneller Fotoreporter an beiden Weltcuptagen. Mehr als die Hälfte werden als Ergebnis von Serienaufnahmen direkt gelöscht, 5 bis 20 werden letztlich in die Redaktionen gesandt. Umfangreiche Betreuung der Fans Neun Mitglieder des Gewerbevereins Klingenthal hatten ihre Stände aufgebaut, um mit 45 Mitarbeitern den Hunger der Fans zu stillen. Auch die Touristinformation Klingenthal verteilte an einem Stand Infomaterial. Knapp 100 Mitarbeiter der Security sicherten an beiden Tagen einen reibungslosen Ablauf. Hilfe aus den Skivereinen der Region