Altlasten werden beseitigt

uf den mit Uranerz kontaminierten Flächen am ehemaligen Bahnhof Großfriesen wird "rein Schiff" gemacht. Der Bahnhof wurde von der SDAG Wismut für die Verladung der im Gebiet Mechelgrün/Zobes gewonnenen Erze genutzt. Wie und wann die Sanierung der Flächen erfolgen soll, will der Amtsleiter des Umweltamtes Vogtlandkreis, Dr. Tobias Pohl, zur April- oder Mai-Sitzung des Ortschaftsrates Großfriesen erläutern.

Vorher wird Dr. Pohl noch Details mit der Wismut und dem Bundesamt für Strahlenschutz klären. Darüber informierte der Ortsvorsteher Wolf-Rüdiger Ruppin zur Ortschaftsratssitzung am Montag. Aus den mit Dr. Pohl geführten Gesprächen folgerte Ruppin, dass es im Bereich der Verladerampe und des Verladegleises zum Abtrag von Erdreich kommen wird. Auch die Verladerampe dürfte beseitigt werden.

Was passierte einst auf den zirka 50 Quadratmeter und 30 Quadratmeter großen, kontaminierten Flächen? Aus Gutachten lässt sich entnehmen, dass die beim Verladen des Erzes verloren gegangenen Uran-Partikel radioaktive Strahlen aussenden. Da aber diese Gammastrahlen mit der Entfernung stark abnehmen, bestehen außerhalb der kontaminierten Flächen keine unmittelbaren Gefährdungen. Wolf-Rüdiger Ruppin: "Anfang der 90er Jahre wurden radiometrische Untersuchungen in Auftrag gegeben. Dazu liegen zwei Gutachten vor. Dann ist dies irgendwie im Sande verlaufen."