Alternative zum Alltag in der Schule

Plauen - Wenn am Mittwoch Neuntklässler der Dr.-Christoph-Hufeland-Mittelschule mit ihrer Lehrerin Monika Wirkner zu einem Projekttag nach Dresden fahren, und dabei auch den vogtländischen CDU-Landtagsabgeordneten Frank Heidan besuchen, hat dies schon Tradition.

Die Schüler nehmen am Projekt "Produktives Lernen" teil, bei dem ab der 7. Klasse die starre Lernvermittlung im Unterrichtsraum aufgehoben wird. Drei Tage in der Woche sind die Jugendlichen an selbst gewählten Praxisplätzen zu finden, während sie zwei Tage in der Schule sitzen, um praxisnah solche Fächer wie Deutsch, Mathematik und Englisch zu erlernen. Das Modell ist zu einem Erfolg geworden, insbesondere bei Schülern, die eine stärkere Hilfe benötigen und denen es weniger liegt, nur in der Schule unterrichtet zu werden.

Die erfolgreichen Schulabschlüsse und die hohe Vermittlungsquote der Schüler in einen Ausbildungsberuf sprechen dafür. Das hat zur Folge, dass immer mehr solche junge Menschen, denen ein solcher Schulalltag liegt, hier mitmachen wollen, sodass die aktuellen Bewerberzahlen das vorhandene Angebot bei weitem überschreiten. Ähnlich wie in der Bildungsstätte in Plauen wird das Projekt "Produktives Lernen" auch an sechs weiteren Standorten in Sachsen praktiziert, mit gleichem Erfolg. Deshalb findet sich das Projekt nun auch im Sächsischen Schulgesetz wieder.

Ein Ergebnis, über das sich auch der CDU-Landtagsabgeordnete Frank Heidan freut. "Hier zeigt sich, wie durch praxisnahen Unterricht allen Beteiligten geholfen werden kann: Den Schülern, die lieber in einem Betrieb arbeiten, mit dem geforderten Schulwissen als Rüstzeug; den Schulen, die auch jene Jugendliche begeistern, denen ein Unterricht von fünf Tagen die Woche in einem Schulgebäude ein Grauen ist; und auch den Betrieben, die so in aller Ruhe schon im Vorhinein ihren beruflichen Nachwuchs finden." va