Alte Socken zurück auf Bühne

Ein Tausendsassa, ein Geschäftsmann und ein Drummer tun sich zusammen und machen Musik. In der Göltzschtalgalerie Nicolaikirche schlug die Geburtsstunde der"Old Socks".

Von Hagen Hartwig

Auerbach Auerbachs Göltzschtalgalerie Nicolaikirche beendete am Freitag die durch Corona verursachte "kulturelle Zwangspause". Mit dem maskierten und auf Abstand achtenden Publikum feierte die nagelneue "The-Old-Socks-Band" ihre Bühnenpremiere - unterstützt von Absolventen der Musikschule Vogtland sowie der "Rainer-Zufall-Band". Die Zuhörerschaft genoss sichtlich das Livekonzert. Musikalischer und optischer Mittelpunkt des Club-Konzertes sind die "alten Socken". Diese bestehen aus gestandenen Musikern, die in ihrer Vergangenheit schon viele Rock- und Pop-Muggen bespielten. Frontmann und Tausendsassa Eckehard Glass (noch nicht ganz 60), Musiklehrer, Geschäftsmann und Kommunalpolitiker Joachim Otto (punktgenau 60) sowie der jugendliche 63-jährige Vollblut-Drummer Günter Horn spielten sich die Seele aus dem Leib. "Wir drei haben in den Jahrzehnten unseres Lebens schon viel Musik gemacht. Miteinander und getrennt. Während des Corona-Lockdowns entstand bei uns die Idee zu The Old Socks. Innerhalb der letzten sechs Wochen haben wir unsere Lieblings-Songs zusammengestellt, tüchtig geübt und unser Programm zusammengestellt. Die Premiere in der Göltzschtalgalerie war super, nun planen wir weitere Auftritte", so Eckehard Glass. Die Socken-Lied-Mixtur war bunt. Von Peter Maffay über Cat Stevens bis hin zur legendären Lift-Band war vieles dabei. Mister J.O. Gift (Otto) am Keyboard und Günni Hornson (Horn) an der Schießbude sah man die Spielfreude an ihren Instrumente an. Old "Ekk" Wabble (Glass) schmetterte dazu mit kräftiger und gut geübter Stimme das Liedgut an die Ohren der Zuhörerschaft. Die war handverlesen und bedingt durch die Corona-Regeln etwas dezimiert. "Für das erste Konzert nach der Zwangspause haben wir ein umfangreiches Hygiene-Konzept dem Gesundheitsamt vorgelegt. Wir durften 70 Personen inklusive Musiker, Techniker und Servicepersonal im Haus haben. Zudem bestand Masken- und Abstandspflicht. Alle Gäste mussten ihre Kontaktdaten hinterlassen", sot Galeriechefin Romy Hartwig. Trotzdem wurde das Socken-Konzert zum Erfolgt. Finanziell wurde es eher zum Plus-Minus-Null-Geschäft. "Das war uns aber im Vorfeld klar. Wir wollten damit zeigen, dass wir alle noch da sind und Corona es (noch) nicht geschafft hat, die Kultur zu killen", so Glaß.