Alte Schule in Mühltroff soll verkauft werden

Pausa-Mühltroff - Die alte Schule in Mühltroff soll verkauft werden - dafür wird ein Verkehrswertgutachten gebraucht. Das sagte Bürgermeister Jonny Ansorge (CDU) zur jüngsten Stadtratssitzung. Alle Stadträte stimmten zu, nur zwei enthielten sich: der Langenbacher Andreas Schreiber (CDU) und der Mühltroffer Steffen Rauchfuß (SPD).

In der Diskussion zum Thema hatte der Mühltroffer Matthias Kleemeyer (Freie Wähler) gesagt: "Die Schule ist das letzte Tafelsilber von Mühltroff - und sollte nicht an Spekulanten gehen." Er möchte weitere Kriterien aufstellen, um so einen Verkauf steuern zu können, ohne die Kriterien zu nennen.

Der Erlös aus dem Verkauf des rund 14.000 Quadratmeter großen Grundstücks soll in der Stadt eingesetzt werden, wo es nötig ist. "Denn besonders für die Mühltroffer ist der Verkauf auch eine psychologische Angelegenheit", meinte Kleemeyer, der früher selbst Schüler der Schule war. Bürgermeister Ansorge meinte in Richtung Kleemeyer, das Fell des Bären nicht verteilen zu wollen, bevor der Bär erlegt ist.

Und so ließ das Stadtoberhaupt einen anderen Mühltroffer wissen: "Herr Rauchfuß, wir sind eine Gemeinde mit einer Kasse, da gibt es keine Anteile für den Einen oder Anderen. Das ist auch bei der Gewerbesteuer so, von der alle profitieren." Denn der SPD-Mann Steffen Rauchfuß hatte zuvor festgestellt: "Es ist in Mühltroff, Kornbach und Langenbach negativ aufgenommen worden, das der Verkaufserlös der Schule in andere Maßnahmen, außerhalb Mühltroffs, fließen soll."

Praktisch sieht es dagegen der Pausaer Jörg Fischer (FW), als er sagte, "meine Schule ist auch verkauft (heute Penny-Markt), wir sollten bei mehreren Bietern abstimmen und ansonsten auch an unsere Kasse denken." j. st.