Alstom: Neumarker Kesselbauer kämpfen weiter

Schluckt der US-Konzern General Electric die französische Alstom? Noch wird in Paris der Milliarden-Deal geleugnet. Doch die Kesselbauer in Neumark werden hellhörig.

New York/Paris/Neumark - Der US-Mischkonzern General Electric (GE) will einem Medienbericht zufolge den französischen Hersteller von Zügen und Energietechnik Alstom kaufen. Die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg schrieb von einem Angebot in Höhe von mehr als 13 Milliarden Dollar (9,4 Mrd Euro). Alstom wies die Spekulationen zunächst zurück. Es sei kein Übernahmeangebot bekannt, teilte der Konzern am Donnerstag in Paris mit. Die Gruppe überprüfe ständig die strategischen Möglichkeiten ihrer Geschäftsfelder, hieß es. Alstom kündigte an, bei der Vorlage der Jahresergebnisse am 7. Mai einen Ausblick auf seine Planungen zu geben.

Noch immer hat Alstom kein tragbares Konzept zur Umstrukturierung des Konzerns in Deutschland vorgelegt, kritisiert die IG Metall. Die Neumarker Kesselbauer würden für die Zukunft ihres Werkes noch keine Lösung absehen können. Die Rede von dem Milliarden-Deal macht Gewerkschaft wie Belegschaft hellhörig. Gut möglich, dass sich wegen des bevorstehenden Verkaufs die Geschäftsführung seit der Betriebsversammlung in Stuttgart Mitte März nicht mehr sehen ließ.

Am Dienstag findet laut IG Metall ein bundesweiter Aktionstag in Mannheim gegen den von der Konzernführung geplanten Personalabbau statt, an dem sich Mitarbeiter aller deutschen Alstom-Standorte beteiligen. Die Neumarker Belegschaft ist dabei und trifft sich 5.30 Uhr vor ihrem Betriebsgelände zur Fahrt nach Mannheim. 12.30 Uhr findet dort eine Kundgebung am Alstom-Werk zeitgleich zu den laufenden Aufsichtsratssitzungen statt. va