Alstom: Konzernbetriebsrat pocht auf Fairness

Im Tauziehen um den französischen Industriekonzern Alstom haben der deutsche Konzernbetriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall eine faire Standortpolitik gefordert.

"Es bedarf der Gleichbehandlung der verschiedenen deutschen und internationalen Standorte, um ein gegenseitiges Ausspielen der betroffenen Regionen und Länder zu vermeiden", hieß es in einer Mitteilung am Montag. Siemens und General Electric haben Interesse an dem Konzern.

Die bisherigen Informationen reichen aus Betriebsratssicht nicht aus, um einen Favoriten zu nennen: "Ausschlaggebende Kriterien für eine solche Entscheidung sind in erster Linie die Perspektiven einer möglichst nachhaltigen Unternehmenspolitik und Arbeitsplatzsicherung an den weltweiten Standorten der beteiligten Unternehmen."

Die Sicherung der Arbeitsplätze bekräftigte auch Jörg Brodmann von der IG Metall Zwickau, der den Kampf der Neumarker Kesselbauer von Anbeginn begleitet. "Wenn eine Übernahme erfolgt, müssen alle Karten neu gemischt werden", hatte auch Lutz Frank, Betriebsratschef des Neumarker Alstom-Werkes nach der Demo in Mannheim vergangenen Dienstag betont.

Dort hatten 2000 Alstom-Mitarbeiter eine Aussage zu den geplanten Umstrukturierungen und einen Stopp der Pläne zum Personalabbau gefordert. "Die Schließung unserer Neumarker Werkes ist noch nicht vom Tisch", erinnerte Frank. M.T.