Alkoholverbot: Kreis blockt Partys mit Verordnung

Eine Neue Allgemeinverfügung hat der Vogtlandkreis am 2. Februar herausgegeben und schärft darin die Regeln zum Alkoholverbot in der Öffentlichkeit. Das Trinken wird nicht nur in Fußgängerzonen untertsagt, sondern auch auf Parkplätzen, -decks und -häusern, an Haltestellen, Parks und Grünanlagen, vor Bahnhöfen, auf Spiel- und Sportplätzen, vor Supermärkten und Geschäften sowie Restaurants, Cafés, Bars und Imbissbuden. Nach andauernder Schließung der Gastronomie verlagere sich das Alkoholtrinken an diese öffentlich zugängliche Orte und macht diese attraktiv, um Party zu feiern. Durch das Verbot soll geplanter, gemeinschaftlicher Alkoholkonsum reduziert und Infektionsherde vermieden werden. Laut Landrat Rolf Keil haben sich Verstöße gegen Corona-Regeln bisher aber  in Grenzen gehalten.

"Die Situation in Pflegeeinrichtungen hat sich deutlich entspannt", sagt Amtsarzt Andreas Lonitz. Nur noch in sechs Heimen gibt es Infektionen, insgesamt sind 122 Heimbewohner, das entspricht 4,5 Prozent, und noch zwölf Pfleger infiziert. Insgesamt fehlen 52 Pflegekräfte - auch wegen anderer Erkrankungen, Schwangerschaft und weiteren Gründen. Diese Informationen speisen sich aus Meldungen von 40 der 51 Pflegeheime im Kreis.

Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten in vogtländischen Kliniken liegt bei einem Drittel (33,87 Prozent), laut DIVI-Intensiv-Register. 17,74 Prozent aller Intensivbetten sind frei. Aktuell werden 21 Corona-Erkrankte intensivmedizinisch behandelt, davon drei beatmet.

Per Mittwoch, 3. Februar, meldet der Kreis eine Sieben-Tages-Inzidenz von 115 (Vortag: 125), 473 Todesfälle (+2 zum Vortag), 1278 aktive Fälle (Vortag: 1270) und 80 Neuinfektionen (+19 zum Vortag).

Geimpft sind bisher 5606 Vogtländer, davon 3092 im Impfzentrum Eich und 2514 in Pflegeheimen. Zusätzlich entfallen noch Impfungen von medizinischem Personal in Krankenhäuser, die aber nicht erfasst sind. Seit dem 29. Januar laufen die Zweitimpfungen. Termine für das Impfzentrum Eich können gemacht werden, Impfstoff sei aber rar, die Situation schwierig. Voraussichtlich Ende Februar soll sich die Situation laut DRK Sachsen entspannen - dann soll es wieder mehr Impfstoff geben. cze