Alice im Wunderland holt die "Goldene Wade"

Plauen Der Kampf um die "Goldene Wade" ging am Samstag in die nächste Runde. Zum zehnten Mal war der Wemaer Karnevals Club Plauen Gastgeber des Säxmen Dance Contests. Sieben Vereine traten im Wettbewerb an. Einige andere hatten sich kurz vorher gegen eine Teilnahme entschieden. Das Männerballett aus Rehau in Oberfranken trat zwar auf, allerdings außer Konkurrenz, da es sich um einen sächsischen Ausscheid handelt.
Den Anfang machte der DDC Weischlitz. Mit kurzen Röckchen legten die "Mädels" ein heiße Sohle aufs Parkett und belegten am Ende den vorletzten Platz. Schlusslicht war das Trio aus Groitzsch, obwohl das einer der waghalsigsten Auftritte war, denn mit hochgekrempelten Jeans und Feinripphemd konnte man sehen, dass auch bei Männern schwarze High Heels durchaus zu einer guten Figur verhelfen können. Groitzsch war im Übrigen sozusagen Erfinder des Säxmen, jedoch wollten die Faschingsfreunde sich anderen Aufgaben widmen und übergaben den Wettstreit zwischenzeitlich ganz in die Hände des WKC.
Platz fünf ertanzten sich am Samstag die Skifreunde aus Stöckigt, die nach einem gespielten Flugzeugabsturz von einem ziemlich besonderen Baywatchteam gerettet wurden.
Der Gastgeber schickte in diesem Jahr Aladin auf eine Reise. Mit Teppich und Pfeffi bewaffnet, sah man auch die bezaubernde Jeany in einem ganz anderen Licht.
Platz drei ging an die Oelsnitzer Lausbuben, die mit Periodensystem und allerlei Experimentellem über die Bühne fegten, bevor die Crottendorfer den Pokal abgeben mussten und sich in diesem Jahr auf Platz zwei tanzten. Als Flotte der DHL machten sie trotzdem eine gute Figur und waren für den neuen Sieger eine echte Konkurrenz. Trotzdem war es letzendlich Hohndorf, das sich erneut den Pokal holten. Ein verdienter Sieg, für den das Männerballett aus dem Erzgebirge dieses Mal ins Wunderland entführte, wo Kaninchen und Grinsekatze auf die Hilfe von Alice angewiesen waren, da die Herzkönige den Hutmacher mit einem Liebeszauber belegt hatte. In Kostümen und Umsetzung waren die Männer unschlagbar und feierten das auch ausgelassen.
Die achtköpfige Jury machte es sich nicht einfach, war sich letztendlich jedoch dann einig.   röss