Alaska-Fieber in Hammerbrücke

Muldenhammer/Hammerbrücke - "Yukon Quest"-Stimmung erlebten Besucher des 25. Internationalen Schlittenhunderennens in Hammerbrücke. Ungeduldig zeigen die Vierbeiner bereits vor dem Start ihre Vorfreude. Sie wollten endlich loslegen und rennen was das Zeug hält, um zu zeigen was sie können.

Als es endlich ans Anspannen ging waren die Sibirische Huskys mit ihren eisblauen Augen, die gutmütigen Malamutes und die schneeweißen Samojeden kaum noch zu halten - dann war es endlich soweit: "Drei - zwei - eins - Good Mushing!" Vom Startplatz, dem "stake out", hetzte die Meute auf dem Trail in Richtung Pfaffenstein. Zu hören war nur noch das Brüllen der Musher "Gee" für "rechts" und "Haw" für "links". Im Zieleinlauf ließen die Vierbeiner zwar die Zungen aus dem Hals hängen und hechelten, aber sie bremsen erst, als ihr Herrchen sie dazu aufforderte.

Hunderte Besucher säumten den Trail und feuerten die rund 50 Gespanne zur 25. Auflage des internationalen Schlittenhunderennens in Hammerbrücke an und sorgten für Stimmung wie beim berühmten "Yukon Quest", dem härtesten Schlittenhunderennen der Welt durch Alaska und Kanada. Viele freiwillige Helfer packten bei den Vorbereitungen an, um diese Bedingungen zu schaffen. "Die Organisatoren um Rennleiter Claus Seidel hatten wieder alles im Griff", lobte Peter Stange aus Hohenbocka in der Lausitz.

"Mir gefällt vor allem die familiäre Atmosphäre und dass das Vogtland so schneereich ist. Außerdem gibt es hier ein fantastisches Publikum." Der amtierende Norddeutsche Meister nahm mit seinen Hunden Jack, Ice, Askan und Kima bereits zum zweiten Mal am Rennen teil und war begeistert. Seine Leidenschaft für den eher ungewöhnlichen Sport teilt er mit seinen Söhnen Willy (4) und Chris (7). Beide steigen bereits auf den Schlitten und gingen in Hammerbrücke an den Start.

Das Camp der Muhser-Gilde war besonders bei Kindern heiß begehrt und bei tausenden Streicheleinheiten fühlten sich die Tiere mehr als wohl. Der zweijährige Fynn aus Klingenthal meinte sogar, einen von Stanges Alaska Malamuth als Kopfkissen nutzen zu können. "Sie sind sehr friedfertig", so Peter Stange. "Sie wurden früher von Indianern auch genutzt, um sich bei großer Kälte an ihnen im Zelt zu wärmen", erzählt Stange. mm

"Eigentlich sind es Zugtiere, die schwere Lasten bewegen. Dementsprechend groß ist ihre Belastbarkeit und noch unendlich viel größer ist ihr Bewegungsdrang. Bei Indianern dienten sie auch zum Schutz gegen Wölfe", klärte Peter Stange die besorgte Oma von Fynn auf.