Alaska-Atmosphäre in Hammerbrücke

Auf den Strecken am Hammerbrücker Pfaffenstein boten Musher mit ihren reinrassigen nordischen Schlittenhunden Sport vom Feinsten. "Pudelwohl" fühlten sich die fast 60 Teilnehmer mit ihren Hunden bei den geliebten Temperaturen unter Null Grad und viel Schnee. Es herrschten ideale Bedingungen, nachdem das Rennen im vergangenen Jahr auf Grund der Wetterverhältnisse ausfallen musste.

Schon am Start stemmten sich die ungeduldigen Vierbeiner in ihre Zuggeschirre, bellten und jaulten, während hunderte Zuschauer am Rande der Strecke jubelten und klatschten. Dann endlich das Zeichen: Die Pfoten der Tiere wirbelten den Schnee auf und brachten den Schlitten mit einem Ruck in Fahrt. Mit einem "Good Mushing" wurden die Gespanne auf den Trail geschickt.

Die Organisatoren der TSG Hammerbrücke und der Gemeinde um Rennleiter Claus Seidel gaben der Veranstaltung die Stimmung des "Yukon Quest", dem härtesten Schlittenhunderennen der Welt vom kanadischen Whitehorse im Bundesstaat Yukon bis nach Fairbanks in Alaska. Viele freiwillige Helfer packten bei den Vorbereitungen an, um für die Teilnehmer beste Bedingungen zu schaffen. "Wir haben wieder alles in den Griff bekommen. Mit der Teilnehmerzahl können wir zufrieden sein", so Seidel.

z am Rande des Geländes stach ein riesiger Wigwam dem Zuschauer ins Auge. Wer sich hinein getraute konnte mit Lutz Nißelwitz aus Mülsen sprechen. "Seit 22 Jahren komme ich her und genieße diese Freiheit. Ich bin der Letzte von ursprünglich acht Freunden des Westens", erzählt der Cowboy etwas wehmütig am Lagerfeuer sitzend.

Besonders das Trappercamp war bei Kindern heiß begehrt, konnten doch hier die Alaskan Malamutes, Siberian Huskys, und Grönlandhunde hautnah erlebt werden. Bei tausenden Streicheleinheiten fühlten sich die Tiere sichtlich wohl.

Das Schlittenhunderennen in Hammerbrücke wurde 1989 aus der Taufe gehoben. Eine Besonderheit ist, dass nur reinrassige nordische Schlittenhunde an den Start dürfen. Die Tiere wurden gezüchtet, um das Überleben des Menschen im Norden zu sichern. Die Hunde können in eisiger Kälte bestehen und mit Lastschlitten weite Strecken überwinden.

"Die Ursprünglichkeit dieser Rassen zu erhalten und zu pflegen ist Anliegen unseres Rennes", erklärt der Rennleiter. "So etwas kennen wir nur aus Fernseh-Reportagen. Das ist toll", staunte Familie Hagen aus Berlin, die im Vogtland mit Tochter Anne ihren Winterurlaub verbringen.