Alarm beim Absolvententreffen in Reichenbach

Jäh beendete ein aufheulender Feueralarm das Absolvententreffen des Reichenbacher Goethegymnasiums. 2.30 Uhr ging im Neuberinhaus der Hausalarm los. Zu der Zeit hatte der DJ die Musik abgeschaltet und das Ende der Veranstaltung verkündet.

Reichenbach - Die Gäste wurden zum Verlassen des Saales aufgefordert. Im nächsten Moment rückte auch schon die Feuerwehr an. Schnell hatte Stadtwehrleiter Michael Mittag die Ursache ausfindig gemacht. Im Technikraum des Hauses war ein Pulverlöscher in Gang gesetzt und damit das Pulver verstreut worden. Das führte zum Anschlagen der Brandmelder.

"Geistloser Unfug", nannte Michael Mittag am Donnerstag die Tat. Er vermutet, dass Neuberinhaus-Chef Jens Pfretzschner Anzeige erstatten wird, denn es sei ein beträchtlicher Schaden entstanden. Neben der großen Verunreinigung, die das Pulver auslöst, komme der Schaden an der Anlage hinzu. Die Brandmelder müssen vermutlich ausgetauscht und die Anlage außerhalb der Frist gewartet werden.

Seit vielen Jahren kommen die ehemaligen Abiturienten am ersten Weihnachtsfeiertag im Neuberinhaus zusammen. So auch diesmal. Weit über 600 Leute in Feierlaune tauschten Neuigkeiten aus und freuten sich über das Wiedersehen. Traditionell werden vom Förderverein der Schule der am meisten vertretene Abiturjahrgang sowie der Gast mit der weitesten Anreise prämiert. Diesmal beglückwünschten Schulleiter Lutz Niepold und Klaus Neumerkel vom Förderverein den Jahrgang 2006. Die 23 Ehemaligen gewannen die Mannschaftswertung und nahmen Glückwünsche und Sektpräsente jubelnd entgegen.

Die weiteste Anreise hatte Nico Reißmann aus Scholas. Er promoviert seit einem Jahr im hohen Norden, in Trondheim, Norwegen. Dort werde es im Winter eigentlich nie richtig hell, bestätigte er auf Anfrage. Im Sommer gebe es dafür Sonne und Licht im Übermaß. "Da gehen wir nachts um 1 Uhr noch zum Grillen", erzählte der freundliche junge Mann.

Nico Reißmann hat nach dem Abitur Informatik in Freiberg studiert und seinen Bachelor abgelegt. Das war die erste Station auf seinem Weg zum Traumberuf. Danach folgte ein Masterstudium im schwedischen Göteborg. Und zur Promotion hat es ihn jetzt noch weiter in den Norden verschlagen. Trondheim mit seinen zirka 150 000 Einwohnern und 35 000 Studenten, gefalle ihm sehr gut, versicherte er. Kennen gelernt habe er die Stadt bereits in den Jahren 2006/2007. Damals war er als Austauschstudent über das Programm Erasmus dort. Die langen Nächte im Winter seien für ihn kein Problem. "Man treibt genauso Sport wie hier und hat seinen geregelten Tagesablauf", erklärt der Prämierte. Ina Ullmann