Akkordeon spielt erste Geige

Im voll besetzten Gliersaal der Berufsfachschule wurde am Dienstagabend der Internationale Akkordeonwettbewerb feierlich eröffnet. Einen Tag später als im Vorjahr, da aufgrund einer etwas geringeren Teilnehmerzahl der Wettbewerb um einen Tag verkürzt wurde. Ehrengäste der Veranstaltung waren Landrat Dr. Tassilo Lenk sowie die Bürgermeister von Zwota, Markneukirchen und Klingenthals Partnerstadt Neuenrade, Klaus-Peter Sasse.

In seiner Begrüßungsansprache hob Bürgermeister Enrico Bräunig die Bedeutung des Wettbewerbs als besonderes Merkmal der Stadt hervor, der Akkordeonspieler aus allen Teilen der Welt anzieht.

Die nunmehr 49. Auflage des Wettstreits stünde diesmal zudem unter dem Zeichen der langen Tradition des Akkordeonbaus in der Stadt, die heuer auf 160 Jahre zurückblicken kann und 1852 mit dem Tischler Adolph Herold seinen Anfang nahm. Anschließend wurden die Berufungsurkunden an die Jurymitglieder aus elf Ländern überreicht, wobei auch in diesem Jahr Prof. Jürgen Ganzer deren Vorsitzender ist.

Die musikalische Umrahmung erfolgte durch das Duo Vlachová-Vilimec aus der Tschechischen Republik. Jarmila Vlachová absolvierte das Konservatorium in Pilsen und beendete 2007 ein Studium an der dänischen Royal Academy of Music und ist bereits Preisträgerin internationaler Wettbewerbe.

Mit ihrem Akkordeon und gemeinsam mit Miroslav Vilimec auf der Violine, der gegenwärtig zu den bedeutenden tschechischen Violinisten gehört, überzeugte sie auf der ganzen Linie. Eine Instrumentenpaarung, deren Domäne eigentlich die Volksmusik ist.

Mit der Auswahl ihrer Stücke aus verschiedenen Stilepochen und Genres demonstrierten sie dem Publikum die grenzenlosen Ausdrucksmöglichkeiten im Zusammenspiel beider Instrumente. In dieser Kombination errangen übrigens bei den Kleinen Tagen der Harmonika im März Marie-Luise Kuhnert aus Zwota und Thurid Signe Pribernow aus Weimar auf der Violine den ersten Platz in der neuen Kategorie Kammermusik.