Agrofarm Eichigt investiert weiter

Eichigts Agrofarm 2000 gilt als der größte Landwirtschaftbetrieb im Vogtland. Mit Spitzenerträgen aus dem Stall sowie von Feld und Flur setzt das seit seiner Gründung in den frühen 80ger Jahren von Klaus Rank geleitete landwirtschaftliche Großbetrieb Maßstäbe.

 

Jetzt gehe es darum, den Standort auch für die Zukunft wettbewerbsfähig zu machen, sagte Klaus Rank zur jüngsten Sitzung des Eichigter Gemeinderats in der Bergener "Linde". Neben der traditionellen Landwirtschaft plane die Agrofarm den Ausbau der Biogasanlage und der Stromerzeugung, sagte Eichigts Bürgermeister Christoph Stölzel auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Investitionen sollen bereits in diesem Jahr beginnen. Geplant seien weitere Futter-Silos, neue Becken zur Erweiterung der Gülle-Lagerkapazität und eine Erweiterung des Blockheizkraftwerks. "Seit Inbetriebnahme der Biogasanlage vor gut zehn Jahren", lobte Bürgermeister Christoph Stölzel, "sind die Geruchsbelästigungen durch Gülle nahezu verschwunden." Die Versorgung des Süßebacher Neubaublocks mit 36 Wohnungen durch Wärme aus Biogas sei eine Erfolgsgeschichte, die jeder Mieter durch "deutlich gesunkene Heizkosten"? spüre. Auch der Verkauf von über vier Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr schlage positiv zu Buche.

Klaus Rank haben den Gemeinderäten erläutert, dass die neuen Gülle-Endlagerbecken mit einem Fassungsvermögen von 6000 Kubikmetern die Einhaltung der gesetzlich geforderten Lagerzeit von 270 Tagen garantiere, sagte Christoph Stölzel. Ein Ziel des Unternehmens mit über 100 Beschäftigten und Lehrlingsausbildung sei es auch, die Effizienz des erzeugten Biogases zu weiter zu erhöhen. Die Kapazität des Blockheizkraftwerks und er Stromerzeugung könnten durch 20 bis 30 Prozent mehr Gas deutlich gesteigert werden.

Auf Anfrage von Gemeinderat Falk Geigenmüller habe Klaus Rank versichert, dass sowohl die Anbaufläche von Mais als auch der Tierbestand konstant bleiben sollen. Der Gemeinderat, so Bürgermeister Christoph Stölzel, stehe den Plänen der Agrofarm "grundsätzlich positiv und sehr aufgeschlossen" gegenüber. Bei einem Hoffestes wird der wohl größte Landwirtschaftsbetrieb im Vogtland am 9. Juli seine Investitionen in die Zukunft vorstellen.  mad