Agnes Russo am Wahlkampf-Stand belästigt

Die Grünen-Direktkandidatin Agnes Russo fühlt sich weiter bedroht. Der Mann, der sie vor gut einer Woche mit der Waffe bedrohte, sei diesen Samstag an ihrem Wahlkampf-Stand aufgetaucht.

Plauen - Plötzlich sei der 31-Jährige mit dem Fahrrad auf sie zugefahren gekommen. Sie habe sich gerade noch hinter ihren Stand retten können, schildert die 55-jährige Grünen-Politikerin. Eine knappe Woche befand sich der Plauener, der seit einiger Zeit für Randale und Ärger sorgte, in der Psychiatrie. Am Donnerstag wurde er wieder entlassen. Kaum zwei Tage später tauchte er bei Agnes Russo am Stand auf. "Ich habe die Polizei gerufen, die eine viertel Stunde später auch kam", so Russo. Der Mann habe sie überlegen angegrinst, nachdem sie ihn gefragt habe, was er von ihr wolle. Erst nach Einschreiten des Plauener Grünen-Fraktionchefs Dieter Rappenhöner, und der Aufforderung, den Stand zu verlassen, sei der Mann abgezogen.

Leider könne die Polizei kein Unterlassungs- oder Annäherungsverbot aussprechen, das sei Sache der Gerichte, so Polizeisprecher Jan Meinel. Allerdings könne so etwas auch kurzfristig ausgesprochen werden. Dass gegen den 31-Jährigen solch ein Verbot ausgesprochen wird, ist Agnes Russos große Hoffnung. Immerhin befindet sie sich noch eine Woche im Wahlkampf. Froh sei sie über die große Unterstützung ihrer Partei. cze