Ärger über gesperrten Bahnübergang in Kornbach

"Am Bahnübergang nach Stelzen hat sich seit der Sperrung nichts getan und voraussichtlich wird das in der nächsten Zeit so bleiben", sagte Ortsvorsteher Thomas Hohl zur Ortschaftsratssitzung in Kornbach.

Pausa-Mühltroff/Kornbach - Die Ursache für die bis 9. November anberaumte Sperrung des Überganges seien nicht die vor Ort notwendigen Arbeiten im Zuge der Elektrifizierung der Bahnstrecke Plauen - Hof, sondern die fehlenden Möglichkeiten aus Leipzig die Schranke bei Durchfahrten auf der Strecke zu schließen. Gegenüber dem normalen Zugverkehr ist während der gesamten Dauer der Schließung zum großen Teil wechselnd nur eines der beiden Gleise verfügbar. Damit ist eine Ansteuerung vom zentralen Stellwerk nach Aussage der Bahn nicht mehr sicher möglich.

Die Nachricht erzeugte Unmut und mehrheitlich war man der Auffassung, dass sich die Bahn als "Staat im Staate" bestätigte. Die Anwohner - vornehmlich Pendler und Gewerbetreibende - beider Orte müssen unverständlicherweise monatelang eine fast zehn Kilometer lange Umleitungsstrecke in Kauf nehmen. Einfacher wäre es für sie, wenn die Bahn für diese Dauer eine Behelfsstrecke für den Ortsverkehr eingerichtet hätte. Karin Hohl machte zusätzlich darauf aufmerksam, dass es beim Unternehmen Überlegungen gäbe, den Übergang nach der Elektrifizierung vollständig zu schließen, weil dann die Züge mit einem höheren Tempo unterwegs sind. Sie riet deshalb, der Bahn Gegenwind entgegen zu setzen, um nicht einmal vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. jpk