Adorfer Mittelschule hat oberste Priorität

"Oberste Priorität hat in diesem Jahr unsere Mittelschule", bezeichnet Bürgermeisterin Mariechen Bang das wichtigstes Vorhaben für die Stadt Adorf in den kommenden Monaten.

 

"Fünf Jahre haben wir darum gerungen, jetzt muss nach Erhalt der Fördermittel im vergangenen Jahr der Hauptanteil mit rund drei Millionen Euro an der Schule und 2,7 Millionen für die neue Zweifeld-Turnhalle umgesetzt werden. Das ist eine schwierige Aufgabe für alle Beteiligten", macht die Bürgermeisterin aufmerksam und fügt an: "Das ist nicht nur für die Stadt Adorf, sondern auch für die ganze Region oberes Vogtland eine wichtige Investition, können wir doch künftig auf einer soliden Basis bis zu rund 70 Mittelschüler pro Jahrgang zwei- und dreizügig unterrichten."

Vorteile werden sich auch mit der Errichtung der neuen Turnhalle ergeben, wenn die Schüler trockenen Fußes durch einen Verbindungsbau zwischen Schulgebäude und Neubau in die Halle gelangen. Entstehen wird außerdem ein zweiter separater Eingang, den die Sportvereine am Abend nutzen werden. Bang ist zuversichtlich, dass die neue Turnhalle bis zum zweiten Schulhalbjahr 2010/11 übergeben werden kann. #

Als eine Maßnahme in das integrierte ländliche Entwicklungskonzept wurde die dringend erforderliche Sanierung der Turnvater-Jahn-Halle eingearbeitet. "Aber auch dieses wichtige Projekt wird 2,3 bis 2,4 Millionen Euro Gesamtumfang erfordern und muss deshalb erst einmal zurückgestellt werden. Wir müssen schauen, wie viel städtische Eigenmittel zur Verfügung stehen, sich die Steuereinnahmen und die Förderkriterien entwickeln werden", so Bang. Es sei bereits absehbar, dass die neue Turnhalle nicht für beide Schulen ausreichen wird - und die Turnvater-Jahn-Halle auch künftig noch für den Sportunterricht der Grundschule benötigt wird.

Für einen weiteren Ausbau der Grundschule seien ebenfalls noch weitere 1,1 Millionen Euro nötig. "Leider wurden Fördermittel für den Schulhausbau Grundschule abgelehnt und wir müssen andere Wege dafür finden", bedauert das Stadtoberhaupt. Für die Belange der Feuerwehr sind 180 000 Euro im Vermögenshaushalt zur Finanzierung eines Kleinlöschfahrzeuges für die Feuerwehr in Leubetha und den Umbau des Gerätehauses sowie zur Anschaffung eines gebrauchten Löschfahrzeuges für die Feuerwehr in Freiberg eingestellt. "Vorgesehen sind außerdem finanzielle Mittel (25 000 bis 30 000 Euro) für eine erforderliche sicherheitstechnische Komplettüberprüfung des Bronto-Skylift Fahrzeuges", ergänzt Bang.

 Bereits bewilligt sind Fördermittel zur Übernahme von einem rund zwei Kilometer langen Teilstück der bisherigen Kreisstraße 7846 durch die Stadt - vom Abzweig Arnsgrün der Schützenstraße über die Johannisstraße und Freiberger Straße bis zur Einmündung Krummer Weg auf die B92. Verbunden ist die Übernahme der Kreisstraße mit Baumaßnahmen, um die abgestufte ländliche Straße in fünf Bauabschnitten im Zeitraum 2010/11 in einen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen. Geplant ist unter anderem eine Straßendeckensanierung. Zudem sollen neue Geräte für den Spielplatz im Neubaugebiet angeschafft werden. "Außerdem ist die Fortführung der Arbeiten am Johannisplatz und in der Hellgasse sowie die Errichtung von Toilettenanlagen im Museum vorgesehen.

"Eine wichtige Aufgabe wird auch die dringend notwendige Erweiterung der Kapazitäten für die Kinderbetreuung sein", ergänzt Bang. Dafür soll am Alten Acker ein neuer Kindergarten in Trägerschaft der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde entstehen. "Bisher wird das Projekt nicht mit Förderungen untersetzt, aber es wurde in Abstimmung mit der Kirchgemeinde noch einmal ein Antrag gestellt, um eventuell Gelder aus zurückgeführten Mitteln des Konjunkturpaketes II für das Vorhaben erhalten zu können", so die Bürgermeisterin abschließend. va