Adorf: Investitionen und Schuldenabbau

Der Haushaltsplan für 2014 ist ausgearbeitet: Er hat mehr Spielraum als befürchtet. Am 3. Februar soll der Stadtrat darüber entscheiden.

Adorf - Das vergangene Jahr konnte die Stadt besser abschließen als gedacht: Weil Adorf Einbrüche bei der Gewerbesteuereinnahme befürchtete, wurde im September eine Haushaltssperre verhängt. "Im Nachhinein muss man sagen, es war die richtige Entscheidung", meinte Bürgermeister Rico Schmidt (SPD) bei der Ausschusssitzung. Der Abschluss für 2013 liegt nach Kämmerin Sylvia Donath noch nicht vor, aber: 900.000 Euro waren als Entnahme aus der Rücklage eingeplant, rund 400.000 Euro hat man wahrscheinlich nur gebraucht. Der Hauptausschuss empfiehlt jetzt den fertigen Plan für 2014 dem Stadtrat.

Eckdaten: Sollte die Rechnung darin aufgehen, stünden 580.000 Euro als erwirtschafteter Haushaltsüberschuss für Investitionen bereit. Die Stadt rechnet im nächsten Jahr mit 372.000 Euro Fördermitteln und plant eine Rücklagenentnahme von 377.000 Euro ein.

Baumaßnahmen: 973.500 Euro sind veranschlagt. Damit sollen die Arbeiten am Verabschiedungsraum im Friedhof Arnsgrün beginnen, außerdem fällt der Kanalanschluss für den Bereich Sommerleithen an. 80.000 Euro sind 2014 für Straßenbaumaßnahmen vorgesehen. Außerdem sind Kosten für Reparaturarbeiten am Aussichtsturm Remtengrün und für den Elsterradweg eingearbeitet.

Anschaffungen: Im Plan 2014 stehen 167.000 Euro für den Erwerb von beweglichem Vermögen. Dazu zählen Atemschutzmasken und Chemieschutzanzüge für die Feuerwehr und Büro- und Computertechnik für die Stadtverwaltung.

Größere Planungen: Straßenbaukosten fallen bis 2015 wegen der Baumaßnahme des ZWAV in der Hummelbergsiedlung an. Dabei wird eine Ableitung des Oberflächenwassers über die B 92 bis zur Weißen Elster nötig, Kosten insgesamt: 398.000 Euro. Die Fördermittelhöhe steht noch nicht fest.

Das nächste größere Projekt könnte 2015 beginnen: Die Sanierungsarbeiten in der Grundschule sollen zu einem Abschluss kommen. Nach Kämmerin Sylvia Donath waren bei den bisherigen drei Bauabschnitten die Fluchttreppe, das Dach und die Außenfassade dran. Die zwei oberen Geschosse müssen noch saniert werden. Bevorstehende Kosten: Rund 1 Million Euro. Die Stadt hofft auf eine Förderung von 63 Prozent.

Schuldenabbau: Im Plan für 2014 sind keine neuen Kredite vorgesehen. Die Schuldentilgung liegt in diesem Jahr bei 430.000 Euro. Ab 2015 muss Adorf rund 100.000 Euro mehr bei den Schuldenrückzahlungen einplanen. "Der Grund ist unter anderem, dass die Tilgungsfreiheit bei einigen Darlehen ausläuft", erklärt Kämmerin Donath.

Im Moment liegt die Pro-Kopf-Verschuldung in Adorf bei 1.200 Euro, bis 2017 will die Stadt unter die 1.000-Euro-Grenze kommen. "Wir haben in den letzten beiden Jahren 1,23 Millionen Euro Schulden getilgt", sagte Bürgermeister Schmidt vor dem Ausschuss. Katrin Mädler