"Acis und Galatea" begeistern

Vom Publikum mit einem jubelnden Applaus bedacht wurde am vergangenen Samstag im König Albert Theater Bad Elster die Opernproduktion "Acis und Galatea". Die Premiere des Werkes fand im Rahmen der "Händeltage Bad Elster 2009" statt.

Die Landesbühnen Sachsen, ein seit vielen Jahren gern gesehener Gast in Bad Elster, konnten hier in einer Koproduktion mit der Chursächsischen Philharmonie voll überzeugen. Dabei hatte Regisseur Stefan Brosig die Handlung nach Bad Elster verlegt. So wirkten der musikalisch und gleichfalls schauspielerisch bestens aufgelegte Chor als Kurgäste und die handelnden Personen zur Freude des Publikums als Besucher des Staatsbades.

Für die Ausstattung war Stefan Wiel von den Landesbühnen Sachsen verantwortlich. Er zauberte ganz im Sinne der Inszenierung und stand dabei der "Acis und Galatea"-Brunnen mit samt übermenschlich großem Polyphemus im Zentrum der Handlung. Ganz im Sinne von Regisseur Stefan Brosig war auch, wie bewundernswert die Solisten Antje Kahn als Galatea, Andreas Petzoldt als Acis; Christina Elbe als Damon; Michael König als Polypheme; Silke Guhr als Krankenschwester; Stefan Glause als Krankenpfleger und die Gesangssolisten und Chor der Landesbühnen Sachsen sowie die Chursächsische Philharmonie hier ganz im Interesse der historischen Aufführungspraxis die Arienensembles interpretierten.

Mit gutem Gesang und hoher Ausdruckskraft überzeugten hundertprozentig alle beteiligten Darsteller. Basis der gelungenen Produktion war die auf historischen Instrumenten des Barock musizierende Chursächsische Philharmonie unter der souveränen Leitung von Generalmusikdirektor Florian Merz. Er wählte dabei für die historische Aufführungspraxis die übliche Musizierweise:

Die Arien wurden stets entsprechend der Vorgaben des Komponisten mit wechselnden Solo-Bläsern, Solo-Streichern und Basso continuo musiziert, während die Chornummern in festlichem Gesamtorchesterklang erstrahlten. Ein Sonderlob insbesondere geht an die Solo-Oboistin Antje Thierbach, die Solo-Flötistin Philina Gläser sowie an das solistische Streicherquartett Peter Kostadinov, Stefan Büchner, Georg Stahl und Alexander Göpfert sowie Thomas Gläser am Cembalo.

GMD Merz hat es bestens verstanden, den Händelschen Geist auf Chor und Solisten zu übertragen, so dass die gesamte Produktion sehr gut gelungen war. Ein langanhaltender Applaus mit Beifallsrufen im ausverkauften König Albert Theater Bad Elster waren dafür der schönste Lohn. Die nächste Aufführung von "Acis und Galatea" findet übrigens am 14. Mai um 19.30 Uhr auf der Landesbühne Sachsen in Radebeul statt.

Nach weiteren Veranstaltungen in den Theatern Meißen, Eisleben und Radebeul finden dann außerdem am 18. Oktober um 15 Uhr erneut im König Albert Theater Bad Elster noch einmal eine Aufführung statt.