Achtung, explosive Geschenke

24 Kalendertürchen, 24 Geschichten, 24 Gewinne: Jeden Tag fliegt eine Eule aus der Drechslerei Kuhnert Rothenkirchen zu einem unserer Leser. Wer die Eule gewinnen will, beteiligt sich an unserem Advetnskalenderrätsel via Postkarte, E-Mail oder Facebook. Heute gilt es in Deckung zu gehen, denn hier kommt eine explosive Geschichte.

Von Gabi Kertscher

Großfriesen Eine besondere Verpackung für ganz besonders wertvolle Geschenke, dass müsste man haben. Wer hat sich das nicht schon oft vor Weihnachten oder Geburtstagen gefragt. Einen Geldschein oder Schmuck sollte schon beim Schenken ein Hingucker sein. Und genau für solche Fälle hat Kerstin Schwindt die richtige Lösung. Sie fertigt Explosionsboxen. Auf den ersten Blick sind es schön gestaltete Schachteln, die neugierig auf ihren Inhalt machen. Nimmt man allerdings den Deckel ab, entfaltet sich eine Geschenkbox der besonderen Art. Explosionsartig, allerdings ohne lauten Knall, springt die Schachtel auseinander und das Präsent wird mit Sicherheit für strahlende Augen sorgen. Kerstin Schwindt hat sich die Herstellung selbstangeeignet. Sie wollte mal etwas ganz anderes machen und wurde bei YouTube fündig.
In den letzten sechs Jahren hat sie ihr Hobby perfektioniert, eine Bastelwerkstatt eingerichtet und ein Kleingewerbe angemeldet. Die gelernte Bilanzbuchhalterin kann sich beim Falten der Papierbögen "so richtig entspannen". Anfangs fand es der 15-jährige Sohn recht spannend, erzählt sie. Jetzt helfe er ihr noch auf Märkten. Kerstin Schwindt verkauft ihre Boxen und gefalteten Umschläge mit Karten nur auf kleinen Märkten, wir beispielsweise am 14. Dezember zum Rittergutsadvent in Kauschwitz. Die Leute fragen nach bestimmten Boxen, haben eigene Vorstellungen und die junge Frau aus Großfriesen versucht alle Wünsche zu erfüllen. Sie bastele schon immer, erzählte sie. Bis vor sechs Jahren hat sie Perlenketten gehäkelt und zum Advent im Malzhaus verkauft. Sie bedauert, dass dieser schöne kleine Markt nicht mehr durchgeführt wird. Die großen Verkaufsmessen sind ihr zu unpersönlich. Das Weihnachtsfest wird bei ihr in Familie gefeiert. Zum Heiligabend gehen sie mit Eltern und einer Tante in die Kirche. Anschließend gibt es in ihrem Haus das Weihnachtsessen. Neunerlei kenne sie zwar, aber: "Bei uns gibt es Roster, Sauerkraut, Kartoffeln und Selleriekompott." Es sei immer so gewesen. "Ich kenne es nicht anders, schon als Kind war es so." Woher diese Zusammenstellung kommt, weiß sie nicht, vermutet aber, dass es ihr Vater so überliefert hat. An den Feiertagen bleibt im Hause Schwindt die Küche kalt. Da geht es zum 1. Feiertag zur Tante. "Es gibt leckeren Gänsebraten." Der 2. Feiertag gehört ihren Eltern. Für Kerstin Schwindt ist Weihnachten das Fest der Familie, Liebe und besinnlichen Zeit. Nach ihren Wünschen gefragt, muss sie nicht lange überlegen: "Gesundheit für alle und mehr Ruhe in allen Bereichen. Die Menschen sollten zur Vernunft kommen."

Kalenderblatt 10

Was gibt es bei Kerstin Schwindt an Heiligabend zu essen?
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