Abwasser-Konzept mit Ecken und Kanten

Rosenbach - Für einige Orte der Gemeinde Rosenbach beschlossen die Gemeinderäte Änderungen zum Abwasserbeseitigungskonzept - aus Gründen der Rechtssicherheit. So musste für Fasendorf, Fröbersgrün, Rößnitz und Schneckengrün die Errichtung zentraler Lösungen für den Ort oder Teile festgeschrieben werden.

Für Unterpirk und Drochaus hingegen besteht aus Gründen der fehlenden Wirtschaftlichkeit keine Möglichkeit, zentrale Anlagen zu errichten. Deswegen wurde in beiden Fällen der Bau von vollbiologischen Kleinkläranlagen verankert. Rita Rauh erkundigte sich nach dem Stand der Entwidmung der "Orchideenwiese" Demeusel, weil darauf die Kläranlage einer zentralen Lösung errichtet werden müsse. Daran sind die Einwohner trotz der zu erwartenden hohen Kosten interessiert. Laut Bürgermeister Achim Schulz ist ein solcher Schritt nach Antragstellung möglich; aber das Prozedere lässt durch die untere Naturschutzbehörde keine kurzfristige Entscheidung erwarten.

In Leubnitz wird in der nächsten Woche eine Beratung mit den Bürgern stattfinden, weil die favorisierte Lösung kaum möglich scheint. Die untere Umweltbehörde werde kaum die die Kläranlage in der Nähe der Forstmühle genehmigen. Die anschlussfähigen Grundstücke Mehltheuers haben dieser Tage die Willenserklärung für eine zentrale Lösung erhalten. In Schönberg ist eine wirtschaftliche Lösung für den ganzen Ort nicht vorstellbar, weil die billigste der vier Varianten des ZWAV Kosten zwischen 7.500 und 15.000 Euro verursacht.

Auch die Anbindung an die Mühltroffer Anlage bringe keine Kostenminderung, sondern werde erheblich teurer, wie Bernd Freund berichtete. Für Norbert Bähren, der die Vorgänge in Rodau koordiniert, ist der Eindruck entstanden, dass es dem ZWAV am liebsten wäre, der Ort bliebe dezentral. Die Planungen verlaufen alle auf öffentlichem Grund und treiben die Kosten in die Höhe. Die Arbeitsgruppe sei nicht nur mit Privatgrundbesitzern im Gespräch, Teile des Leitungsnetzes auf ihren Flächen zuzulassen, sondern stehe auch mit dem Landratsamt und dem Ministerium in Kontakt, weil die Planungen des ZWAV in vielen Punkten angezweifelt werden. jpk