Absturzgefahr - Kirchenglocken schweigen

Elsterberg - Ungewollte Stille: Die Aufhängung der Kirchenglocken im Turm der Laurentiuskirche ist defekt. Damit ist die Gefahr, dass die Glocken aus 45 Meter Höhe auf die vielbefahrene Lange Straße stürzen, sehr groß. Hinzu könnte es zu einem Brand im Kirchturm kommen, denn die Steuerelektronik der drei Stahlgussglocken aus dem Jahr 1920 ist ebenfalls lädiert. "Es ist furchtbar für uns als Kirchgemeinde", sagte der Vorsitzende des Kirchenvorstandes Klaus Herold auf Anfrage, warum die Glocken nicht mehr wie gewohnt die Zeit verkünden oder zum Gottesdienst rufen.

"Eigentlich wollten wir den Beginn des Demonstrationszuges zum Erhalt der Enka am Sonntag einläuten, aber das hat der Sachverständige untersagt", so Herold, der seit April 2008 den Vorsitz im Elsterberger Kirchenvorstand inne hat. Und der den Schaden bemerkte, weil die Glockenschläge nicht mehr mit der Uhrzeit der Turmuhr übereinstimmten Der Kirchenvorstand wartet nun auf das Gutachten des Sachverständigen vom Dresdner Landeskirchenamt. Der legt darin fest, was erneuert werden muss. Eines weiß Herold schon jetzt, der Glockenstuhl ist zwar noch in Ordnung, aber das Ganze wird wohl nicht billig. Denn die derzeit im Turm hängenden Glocken haben "ausgedient". Sie sind über 80 Jahre alt und haben so ihre maximale Lebensdauer schon überschritten. Deshalb werden die Elsterberger diese durch Bronzeglocken ersetzen müssen.

"Darüber werden wir nach Eingang des Gutachtens im Kirchenvorstand beraten", sagt Klaus Herold.  j. st