Abschlusskonzert der Preisträger

Mit dem Konzert der Preisträger fand der 56. Internationale Akkordeonwettbewerb in Klingenthal sein Ende.

Von Helmut Schlangstedt

Klingenthal - Zahlreiche Ehrengäste waren anwesend, darunter der Vizepräsident des Sächsischen Landtages, Horst Wehner, als Vertreter des Schirmherrn des Wettbewerbs, Dr. Matthias Rößler. Er freue sich sehr, dass er auch diesmal die Vertretung bei dieser großartigen Abschlussveranstaltung mit Gästen aus aller Welt übernehmen dürfe, deren Preise für ihre Leistung in Klingenthal bis in die Zukunft wirken. Er sei sehr gern hier, allerdings in dieser Funktion das letzte Mal, da er nicht wieder für den Landtag kandidiere. Er wünsche sich sehr über eine bleibende Verbindung nach Klingenthal freuen.

"Die Mitgliedschaft im Förderverein ist hiermit bestätigt!", entgegnete dann auch Bürgermeister Thomas Hennig in seiner späteren Rede unter Applaus, denn Horst Wehner sei immer ein gern gesehener Gast gewesen. Und als Bekräftigung seiner Worte bekam auch dieser wie die Preisträger einen würfelförmigen Glaspokal mit dem 3-D-Bild eines Akkordeons darin. Gleichzeitig sprach Hennig von beeindruckenden Leistungen im Wettbewerb und dankte der Jury unter Leitung von Prof. Stefan Hussong, die keine leichte Aufgabe gehabt hätte. Matthias Wiesemann, Bürgermeister der Partnerstadt Neuenrade, blickte in die gemeinsame Vergangenheit beider Orte mit ihrer Akkordeonindustrie und regen geschäftlichen Kontakten zurück. Schon deshalb sei die seit der Wende gepflegte Partnerschaft und die Teilnahme an der Abschlussveranstaltung des Akkordeonwettbewerbs eine logische Konsequenz. Dabei verwies Wiesemann auch auf das Konzert des Klingenthaler Stadtorchesters am 5. Oktober in Neuenrade. Zum Programm gehörte die Überreichung der Urkunden an die Erst- bis Drittplatzierten durch den Juryvorsitzenden Prof. Jürgen Ganzer und Bürgermeister Thomas Hennig, wobei sich einige der Bestplatzierten über verschiedene Sonderpreise freuen durften. 

Hierzu gehörten Einladungen zu verschiedenen Akkordeonfestivals sowie Sach- und Geldpreise. Einer davon in Höhe von 1500 Euro wurde gemeinsam von Klingenthal und Neuenrade gestiftet. Die Gäste aus der italienischen Partnerstadt Castelfidardo überreichten einen Preis in Höhe von 300 Euro und ein Novum war der Publikumspreis aus Spenden des Publikums in Höhe von 250 Euro in der Kategorie VI, "Virtuose Unterhaltungsmusik", den Anais Bessieres aus Frankreich bekam. Und eine Neuerung war auch die Kategorie VII, "Weltmusik".

Das Niveau des Vorspiels der Sieger war beeindruckend. Selbst beim Sieger Egor Kiriliuk aus Russland, in der jüngsten Kategorie I, Solisten bis 12 Jahre, fragte man sich bei "Relude, Menuet, Tarantella" aus der "Suite in Classic Style" von Jewgeni Derbenko, wie er sich eigentlich noch verbessern solle. Mehrfach bei den ersten bis dritten Preisträgern vertreten die Chinesen, aber in diesem Jahr waren auch die Polen mit Preisträgern in drei Kategorien sehr stark, wobei sie in der Kategorie V, Akkordeon- und Instrumentalduos, gleich alle drei Plätze abräumten.

Höhepunkt und Abschluss des Konzerts ist stets das Pflichtkonzert des Siegers in der Kategorie IV, der Solisten- und zugleich Königsklasse, gemeinsam mit der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach. Hier war es diesmal Radu Ratoi aus der Republik Moldau, der außerdem in der Kategorie VII den ersten Preis abräumte. 

Im Vorjahr, als er auch in zwei Kategorien antrat und in der Kategorie VI Sieger und in der IV Dritter wurde. Er präsentierte mit "Musik für Akkordeon und Orchester" von Wolfgang Hohensee sein Können.