Abriss in Klingenthal mit Hindernissen

Klingenthal wird abgerissen - so hieß es im Volksstück des Autors Ralf Edler zur Schönecker Kirmes im Jahr 2008. Und so erfolgt nach gegenwärtiger Planung der Abriss des Schlossmeinel-Gebäudes Anfang 2010. Es müsste noch viel mehr weg, wenn das alles nur so einfach wäre.

Ein Beispiel hierfür ist die "Clementine", die hölzerne Bruchbude neben dem Aldi-Markt Richtung Zwota. Für deren Abriss sind sogar Fördermittel bewilligt, was der Stadt, die den Vorgang organisatorisch begleitete, allerdings wenig nützt. Das Grundstück gehört nämlich einem Herrn Dumproff, dessen Firma pleite ist, weshalb der Insolvenzverwalter nun die Eigenmittel auftreiben müsste - doch woher?

Ein ähnliches Trauerspiel gibt es beim Buschhaus, das dank dem nagenden Zahn der Zeit nur noch weggerissen werden kann. Dies gehört derzeit wieder der Jana Valo Bauträger GmbH i.L., nachdem es zuvor zur Insolvenzmasse dieser Firma gehörte. Doch da das Gebäude nicht verwertbar ist, wurde es durch den Insolvenzverwalter aus der Masse herausgelöst. Gerne würde es die Stadt für den berühmten einen Euro erwerben, doch einem Verkauf stehen Gläubigerforderungen bezüglich Grundschulden gegenüber. Auch hier wird wohl in absehbarer Zeit nichts passieren - es sei denn, der Blitz schlägt ein. Die Finnhütten allerdings, die nebst Grundstück einem Dr. Wetzel gehören, werden abgerissen. Außerdem übernimmt die Stadt auf Basis eines 25-Jahresvertrages die Pflege des Flurstücks, das sich im Lauf der Jahre in ein Biotop verwandelt hat.

Die Pflege beinhaltet eine zweimalige jährliche Mahd. Die Maßnahme erfolgt, da die Stadt im Zusammenhang mit der Erschließung des Gewerbegebiets Falkensteiner Straße Ausgleichsmaßnahmen zur Renaturierung zu erbringen hat.  H. S.