Ab heute abstimmen für drei tanzende Vogtländer

Bei der DAK-Dance-Challenge ist Vorjahressieger Daniel Pausch wieder mit von der Partie. Allerdings diesmal ohne seine Tanzpartnerin Alina Klöden. In Corona-Zeiten legt Daniel (34) einen Solotanz aufs Parkett.

Von Cornelia Henze

Auerbach/Plauen An sich ist die Angelegenheit nicht lustig. Denn Tanz lebt von Nähe zum Tanzpartner, von sozialen Kontakten, Geselligkeit, Lebensfreude, Teamgeist. Nun treten alle 1057 Kandidaten aus ganz Deutschland zu der Dance-Challenge der Krankenkasse als Solotänzer auf. Und das noch nicht mal live auf dem Parkett eines schönen Ballsaales. Jeder der Teilnehmer hat seinen Wettbewerbstanz per Video aufgenommen, weiß Antje Grünler, Leiterin des DAK-Servicezentrums in Plauen. 78 Tänzer aus den Ländern Sachsen und Sachsen-Anhalt haben sich von der Video-Tanzerei nicht abhalten lassen: Ab 15. Juni bis 28. Juni sind die Videos dieser Kandidaten unter www.dak-dance.de im Internet einsehbar. Jeder darf sich von den Shows der Kandidaten in drei Altersklassen ein eigenes Bild machen und danach via Internet voten. Um die Gunst des virtuellen Publikums tanzen neben dem Auerbacher Daniel Pausch auch der 13-jährige Vogtländer Markus Flechsing unter dem Titel "Cutie Maniac" und die 14jährige Christina Rausch aus Plauen unter dem Namen Life Dancer. Beide treten in der Kategorie Young Teens (12 bis 16 Jahre) an. Daniel hingegen bleibt diesmal nur die Kategorie Teens (ab 17), obwohl er mit Mitte 30 der Teenagerzeit längst entwachsen ist, wie seine Mutter Stefi Pausch sagt.
Doch Daniel ist auch ein besonderer Mensch. Mit Downsyndrom geboren, kämpft der junge Mann seit Jahren auch darum, seinen Platz in der Welt der Nicht-Behinderten zu finden. Seinen Alltag verbringt Daniel in der Behindertenwerkstatt; doch in der Freizeit hält er sich im Tanzstudios seiner Eltern Jörg Dünnebier und Steffi Pausch mit Bewegung und Tanz fit. Sein Training mit der heute 17-jährigen Gymnasiastin Alina Klöden zahlte sich seit 2018 aus: Zu Special Olympics holte das Paar in jenem Jahr eine Silbermedaille; zum DAK-Dance-Contest im vorigen Jahr in Leipzig sogar Gold - in der Kategorie "Inklusion". Doch dieses Jahr gebe es keine Sparte "Inklusion", weswegen der Sohn, den alle "Pauschi" nennen, bei den ab 17-Jährigen antritt, klärt Mutter Steffi Pausch auf. Wie im Vorjahr werden Tanzexperten wie Motsi Mabuse, Isabel Edvardsson, Julia Torggler und Simon Schroerm in der Jury sitzen. Bundesweit wird je Kategorie im August ein Sieger online ermittelt. Die Bundessieger gewinnen einen professionellen Videodreh. Und nun gilt es: kräftig voten.