A 72: 30 Kilometer Stau bremsen Pendler aus

Bis zu 30 Kilometer im Stau standen Montagmorgen die Kraftfahrer auf der A 72 zwischen Treuen und Pirk. Und das bei Dauerschneefall.

Plauen - Verantwortlich für das "Stop and Go" waren laut Polizeisprecher Jan Meinel zweierlei Dinge: Einerseits der starke Reiseverkehr durch die Pendler, andererseits durch überaus widrige Wetterverhältnisse. Schlimm sei es ab 4 Uhr morgens gewesen, als sich eine Menge Pendler auf den Weg zur Arbeitsstelle in die Altbundesländer machten. Rückstau habe es bis Treuen gegeben.

Meinel: "Besonders große Probleme hatten die Streufahrzeuge, denn die Autos haben für sie keine Gasse freigehalten." Eher gelassen sieht Plauens Autobahnmeister Dirk Jöchel die Situation: "Es ging alles eben etwas langsamer, und wenn dann noch zwei kaputte Autos stehen bleiben, gibt es halt auch mal Stau." Besonders heftig sei das Schneetreiben an der Autobahnanschlussstelle Pirk und bei Großzöbern gewesen. Rund um die Uhr waren sechs Räumfahrzeuge auf den 60 Kilometern Autobahn zwischen Zwickau und Landesgrenze Bayern unterwegs.

Wegen des Staus auf der Autobahn wichen viele Kraftfahrer in den Morgenstunden auf die B 173 aus. Doch auch dort war nur Schritttempo geboten. Gegen 8.30 Uhr rutschte zwischen Meßbach und Globus-Markt ein rumänischer Sattelzug, der nur auf Sommerreifen fuhr, in den Graben. Der 20-jährige Fahrer sei zum Glück unverletzt geblieben, so Meinel.

Trotz heftigem Schneefall meldeten Rettungsbetrieb und Leitstelle sowie die Vogtlandbahn keine nennenswerten Einsätze oder ausgefallene Zugverbindungen. Eine 32 Zentimeter hohe Schneedecke meldete am Montag Harald Hutschreuther von der Klimastation Rodewisch. Am Sonntagfrüh seien zehn Zentimeter Neuschnee, Montagmorgen noch mal fünf Zentimeter gefallen - ein normaler Wert für einen durchschnittlichen Winter, konstatiert der "Wetterfrosch". Für Dienstag und Mittwoch sieht er weiteren Schneefall bei gleichzeitigem Tauwetter. va