8. Sinfoniekonzert der Vogtland Philharmonie

Sie ist eine der "bedeutendsten musikalischen Erscheinungen", beschrieb seinerzeit der bekannte Hamburger Kritiker Josef Sittard Tschaikowskis 5. Sinfonie op. 64. Die Nachwelt bestätigt das.

Die Fünfte gehört heute zu den beliebtesten Werken des Konzertpublikums. Viel wurde darüber spekuliert, ob die spärlichen Notizen Tschaikowskis ein programmatischer Ansatz ähnlich der Vierten sei und aufgrund der schwermütigen Einleitung wird das Werk häufig als "Schicksalssinfonie" betitelt.

Gleichwohl verstand Tschaikowski "all das auszudrücken, wofür es keine Worte gibt, was aber aus der Seele hervordrängt."Im 8. Sinfoniekonzert am Mittwoch, 18. April um 19.30 Uhr im Neuberinhaus Reichenbach bringen die Musiker und Musikerinnen der Vogtland Philharmonie dieSinfonie zur Aufführung und erfreuen damit sicher das Herz so manchen Musikliebhabers.

Als Solowerk steht dieses Mal das Klavierkonzert Nr. 1 op. 10 von Sergei Prokofjew auf dem Programm. Der Komponist galt selbst auch als ausgezeichneter Pianist und so spiegeln auch seine Klavierwerke ein hohes Maß an spieltechnischer Virtuosität im Solopart wider. Selbstsicher und zugleich ehrgeizig bewarb er sich mit seinem Konzert 1914 zum Abschluss seines Studiums um den Anton-Rubinstein-Preis und gewann. Neben der phänomenalen Klaviertechnik offenbart das Werk bereits eine ausgeprägt individuelle Handschrift. Solist ist der in Montenegro geborene Ratimir Martonic.

Zu Beginn steht jedoch mit dem Dansemacabreop. 40 von Saint-Saëns die herrlich gespenstische Szene eines Mitternachtsspektakels im Mittelpunkt. Harfenklänge kündigen Mitternacht an, der Tod spielt süß-kratzend auf der Solo-Violine auf, die Skelette klappern im Walzerwirbel, bis der Hahnenschrei durch die Oboe den makabren Spuk beendet.

Die Vogtland Philharmonie spielt wieder unter der musikalischen Stabführung ihres Chefdirigenten JiríMalát. Das Einführungsgespräch mit Dr. Wolfgang Horlbeck findet 18.45 Uhr im Kleinen Saal statt. va